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Presseaussendung vom 10.05.2010

Erster Linzer Frauenbericht wird erstellt

Auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger erstellt das Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität in den kommenden Monaten den ersten Linzer Frauenbericht. Die Studie soll für die kommenden Jahren die quantitative und qualitative Grundlage für entsprechendes Handeln liefern. Für die Linzer Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger sind die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung die Basis für maßgeschneiderte frauenpolitische Maßnahmen in Linz.

Um die Anforderungen an die Qualität der Studie sicherzustellen, werden die Untersuchungen von einem staatlich befugten Institut der Johannes Kepler Universität durchgeführt. Drei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Instituts für Frauen- und Geschlechterforschung unter Leitung der Institutsvorständin Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Gabriella Hauch haben den Forschungsauftrag übernommen.

Warum Frauenberichterstattung

Die Frauenberichterstattung dient allgemein dem Aufdecken, Sichtbarmachen und der Herstellung von Erklärungszusammenhängen geschlechtsspezifischer Ungleichheiten innerhalb einer Gesellschaft und damit allgemein dem Erkennen von Handlungsbedarf. Die Ergebnisse von Frauenberichten fungieren somit einerseits als wissensbasierte Grundlage für EntscheidungsträgerInnen, politische Schwerpunkte in der Frauenpolitik zu setzen. Andererseits dienen sie als wesentliche Grundlage für frauenpolitische Aktivierung. Die kontinuierliche und regelmäßige Fortschreibung von Frauenberichten ermöglicht die strukturierte Beobachtung von Entwicklungen und somit die Evaluierung von politischen Maßnahmen mit dem Ziel, weiterhin steuernd die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit zu fördern.

Spezifische Funktion des Linzer Frauenberichts

Der Linzer Frauenbericht gibt einen umfassenden und vertiefenden Überblick über die diversen Lebensbedingungen und Lebensformen der Linzerinnen anhand statistischer Daten und Analysen von ausgewiesenen ExpertInnen. Dabei werden horizontale soziale Ungleichheitsfaktoren wie Geschlecht, Alter, ethnische Zugehörigkeit oder Beeinträchtigungen in Verknüpfung mit vertikalen sozialen Ungleichheitsfaktoren wie etwa Bildungsstand, beruflicher Status oder Einkommen in die Analyse einbezogen.

Auf Basis der Erarbeitung von Indikatoren zur Messung von Gleichstellung unterstützt der Linzer Frauenbericht gleichzeitig die längerfristige Beobachtung der Entwicklung der Lebensbedingungen der Linzerinnen und dient durch die angestrebte Implementierung als Dauereinrichtung der kontinuierlichen Evaluierung der Lage der Linzerinnen.
Schließlich ermöglicht der Linzer Frauenbericht das Erkennen und Schließen von geschlechterspezifischen Datenlücken.

Wie profitieren die Linzerinnen?

Positive und negative Aspekte der Lebenssituationen von Frauen werden schwarz auf weiß identifizierbar, abgrenzbar und können jeweils auf bestimmte Gruppen von Frauen bezogen werden. Die spezifischen Handlungsbedarfe werden durch Daten belegt und unterstützen PolitikerInnen in der Durchsetzung von Fraueninteressen. Schließlich unterstützt der Frauenbericht die Linzer Frauen bei eigenen frauenpolitischen Aktivitäten.

Design des Linzer Frauenberichts

Im Linzer Frauenbericht werden quantitative und qualitative Erhebungen und Analysen zu den wesentlichen Eckpunkten der Lebenslagen der LinzerInnen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden in einem kompakten, gut lesbaren Linzer Frauenbericht dargestellt.

Inhalte der Studie

Zu folgenden Themenschwerpunkten werden quantitative und qualitative Erhebungen und Analysen durchgeführt:

  • Allgemeine Entwicklungen: Demographie, Lebensformen, Geschlechterbeziehungen
  • Berufliche Lage der Linzerinnen: Ausbildung, Erwerbssituation, Arbeitsmarktsituation
  • Soziale Lage der Linzerinnen: Einkommen, Transfers, Gesundheit
  • Lebenslagenrelevante Merkmale: Alter, ethnische Herkunft, Beeinträchtigungen, Wohnen, Mobilität, Freizeitverhalten, soziokulturelle und politische Partizipation

Methodisches Vorgehen

Bei der Erstellung des Linzer Frauenberichts kommt ein Mix an quantitativen und qualitativen Methoden zum Einsatz. Im Einzelnen sind dies:

  • Recherche, Aufbereitung und Analyse sekundärstatistischer Daten zu den Themenstellungen
  • Recherche und Analyse von Literatur, Dokumenten etc.
  • Durchführung von ExpertInnenworkshops zur gemeinsamen Interpretation des jeweiligen Datenstandes und zur Diskussion frauenpolitischer Schlussfolgerungen und Maßnahmenvorschläge 
  • Regelmäßige Rückkoppelung mit der Auftraggeberin zur Reflexion getätigter Projektschritte und Planung der folgenden
  • Berichtlegung

KooperationspartnerInnen

Im Rahmen der Erstellung des Linzer Frauenberichts soll es enge Kooperationen mit der Linzer Frauenbeauftragten, der Stadtforschung Linz, dem Frauenausschuss sowie mit verschiedenen ExpertInnen zu einzelnen Themenbereichen geben.

(Informationsunterlage für Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger zur Pressekonferenz „Linzer Frauenbericht“)

Für Medienanfragen:
Silvia Kremsner  Tel.: +43 732 7070 1372

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