Das Thema „Friede“ ist vielfach in die Musikgeschichte eingegangen: Als Warnung vor drohendem Krieg, als Kritik am Militarismus und als Vision davon, was echter Friede sein müsse - mit der Erklärung zur Friedensstadt 1986 auch ein besonderes Anliegen von Linz. Unter der Leitung von Ingo Ingensand kommen am Veranstaltungsabend drei herausragende friedens¬bezogene Musikwerke des 20. Jahrhunderts zur Aufführung: Das „Concerto funèbre“, ein Violinkonzert aus dem Jahr 1939 von Karl Amadeus Hartmann, die dritte Symphonie „Liturgique“ aus den Jahren 1945/46 von Arthur Honegger und zwei Stücke aus den „Zehn Märschen, um den Sieg zu verfehlen“ aus dem Jahr 1979 von Mauricio Kagel. Erläutert werden die Werke von Dieter Senghaas, einem der Gründungsväter der Friedens- und Konfliktforschung im deutschsprachigen Raum.
Im „Friedenscafé“ im Foyer des Brucknerhauses werden ab 17 Uhr LehrerInnen und SchülerInnen der Musikschule der Stadt Linz unter anderem spätmittelalterliche „Da Pacem“-Kompositionen, Werke von Heinrich Schütz und Georg Friedrich Händel, Klezmer-Musik und die Geschichte „Ferdinand der Stier“ von Alan Ridout (1974) für Sprecher und Violine solo darbieten. Das Ganze ist eingebettet in Sprechtexte zur Parallele zwischen Weltwirtschaftskrise 1929 / Zweiter Weltkrieg (Karl Kraus, Kurt Tucholsky, Bert Brecht) und heutiger Krise, beginnend mit einer blutroten Zitatenspur, gelegt wie beispielsweise von George W. Bush.
Tickets für das Gesprächskonzert sind im Brucknerhaus, im Linz09-Infocenter, online unter http://www.linz09.at/ sowie in allen Ö-Ticket Verkaufsstellen erhältlich. Der Besuch des Friedenscafes ist gratis.
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