Buchpräsentation und Lesung mit Christoph Schlingensief im Wissensturm
Mit seinem Tagebuch einer Krebserkrankung lässt uns Christoph Schlingensief an seiner eindringlichen Suche nach sich selbst, nach Gott, nach der Liebe zum Leben teilhaben. Im Januar 2008 wird bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert. Ein Lungenflügel wird entfernt, Chemotherapie und Bestrahlungen folgen, die Prognose ist ungewiss - ein Albtraum der Freiheitsberaubung, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Doch schon einige Tage nach der Diagnose beginnt Christoph Schlingensief zu sprechen, mit sich selbst, mit Freunden, mit seinem toten Vater, mit Gott - fast immer eingeschaltet: ein Diktiergerät, das diese Gespräche aufzeichnet. Mal wütend und trotzig, mal traurig und verzweifelt, aber immer mit berührender Poesie und Wärme umkreist er die Fragen, die ihm die Krankheit aufzwingen: Wer ist man gewesen? Was kann man noch werden? Wie weiterarbeiten, wenn das Tempo der Welt plötzlich zu schnell geworden ist? Wie lernen, sich in der Krankheit einzurichten? Wie sterben, wenn sich die Dinge zum Schlechten wenden? Und wo ist eigentlich Gott?
Christoph Schlingensief will übrigens in Afrika ein Festspielhaus eröffnen, das sowohl afrikanischen als auch Künstlern anderer Kontinente zugänglich sein und somit die Begegnung verschiedener Kulturen fördern soll. Neben der deutschen Bundesregierung unterstützen auch prominente Künstler wie der Autor Henning Mankell das Vorhaben "Festspielhaus Afrika".
Alle bei dieser Veranstaltung eingehenden Spenden fließen in dieses Projekt. Außerdem wird Schlingensiefs aktuelles Buch bei einem Büchertisch der Buchhandlung Fürstelberger erhältlich sein. Der Autor steht im Anschluss für eine Signierstunde zur Verfügung. Von den Einnahmen des Buchverkaufes gehen ebenfalls zehn Prozent an das Afrika-Projekt.
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