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Presseaussendung vom 17.06.2009

Aktuelles aus dem Finanz-, Bildungs- und Bauressort

In der Juli-Sitzung 2009 des Linzer Gemeinderates liegen unter anderen folgende Anträge aus dem Finanz-, Bildungs- und Bauressort zur Beschlussfassung vor:
  • Die Modernisierung der  Stelzhamerschule
  • Die Planung der Adaptierung der Hauptschule Spallerhof
  • Eine Subvention für das Doktoratskolleg „Arbeit – Alltag – Biografie“ der Johannes Kepler Universität
  • Die Umsetzung des Projekts „Public Space Server“, das interessierten LinzerInnen kostenlos Webspace zur Verfügung stellen wird

13,3 Millionen Euro für die Modernisierung der Stelzhamerschule

Ein modernes Schulgebäude mit optimalen räumlichen Verhältnissen erhält die Hauptschule 3 der Stelzhamerschule. Sie wird ab dem Schuljahr 2009/2010 als Neue Mitttelschule geführt. Der grundlegende Umbau kostet einschließlich der Einrichtung und der Aufwendungen für ein Ausweichquartier rund 12,3 Millionen Euro (exklusive Umsatzsteuer). Eine weitere Million Euro ist für Generalsanierung der Haus- und Elektrotechnik und die Adaptierung von Klassenräumen der benachbarten Volksschule 1 vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen im Juli 2010 beginnen und dauern bis zum Beginn des Schuljahres 2012/2013. Während des Umbaus wird die Hauptschule in einem Containerobjekt an der Spaunstraße untergebracht. Für die Volksschule wird die Froschbergschule als Ausweichquartier dienen.

Das Hauptschulgebäude an der Ecke Figulystraße/Tegetthoffstraße stammt aus den 1970er-Jahren. Es ist funktionell und auch hinsichtlich der Wärme-dämmung nicht mehr zeitgemäß. Für die Neugestaltung veranstaltete die Stadt Linz 2008 einen EU-weiten Wettbewerb, an dem 26 Architekturbüros teilnahmen. Das Siegerprojekt stammt vom Wiener Architekten DI Clemens Kirsch, der auch die Einreichplanung ausführt. Der Entwurf zeichnet sich nach Meinung der Wettbewerbsjury durch seine ruhige Architektursprache mit klaren Formen aus.

Das bestehende dreigeschoßige Hauptschulgebäude wird generalsaniert. Künftig werden rund 4 170 Quadratmeter Geschoßfläche zur Verfügung stehen. Die Volksschule 1 bleibt in ihrer Raumstruktur unverändert.

Auf die künftig im Untergeschoß des Eckbereiches Figulystraße/Tegetthoffstraße untergebrachte neue Turnhalle wird im ersten Obergeschoß eine weitere Turnhalle aufgesetzt. Sie erstreckt sich bis in das zweite Obergeschoß und wird durch großflächige Verglasungen Tageslichtatmosphäre bieten.

Zum zeitgemäß gestalteten Raumangebot werden zwölf Klassenräume, sechs Gruppenräume, zwei Räume für den Computerunterricht, je ein Raum für technisches und textiles Werken sowie Räumlichkeiten für die Ganztagsschule zählen. Auch Besprechungsräume für die Koordination des Unterrichts mit der Partnerschule der Neuen Mittelschule Stelzhamerschule, der HTL Paul-Hahn-Straße, sind vorgesehen.

An der Südseite des Gebäudes wird eine 750 Quadratmeter große Fläche zum Aufenthalt im Freien einladen.

Hauptschule Spallerhof wird erweitert

Auch die Hauptschule Spallerhofschule (HS 14) soll modernisiert und erweitert werden. Die derzeitige Raumstruktur ist nur bedingt für eine Nutzung als Ganztagschule geeignet. Unter anderem werden Räume für die Nachmittagsbetreuung und ein zusätzlicher Turnsaal benötigt. Die Hauptschule mit Kreativschwerpunkt verzeichnet seit Jahren steigende SchülerInnenzahlen. So wurde sie im Schuljahr 2005/2006 von 155 SchülerInnen besucht. Im laufenden Schuljahr sind es 181.

Für die Planung der Modernisierung und erste Bauvorbereitungsmaßnahmen stehen 400 000 Euro (exklusive Umsatzsteuer) zur Verfügung. Ein erstes Planungskonzept wird voraussichtlich im Frühjahr 2010 vorliegen.

Stadt fördert Doktoratskolleg Plus „Arbeit-Alltag-Biografie“

Die Einflüsse der heutigen Arbeitsformen auf das Leben des einzelnen Menschen sollen im Rahmen das soziologischen Forschungsprojekts „Arbeit – Alltag – Biografie“ erforscht werden. Für das Projekt plant das Institut für Soziolgie der Johannes Kepler Universität ein interdisziplinäres  Doktoratskolleg mit dem Themenschwerpunkt „Arbeit – Alltag – Biografie“. Es ist für zehn Absolventinnen von Studienrichtungen wie Sozialwirtschaft, Soziologie, Geschichte und Pädagogik konzipiert. Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) hat Interesse bekundet, das Projekt in seine Doktoratskollegprogramm Plus aufzunehmen. Das „Plus“ steht für internationale Forschungskooperation. So möchte das Institut für Soziologie die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund in das Projekt einbinden.

Die Stadt Linz unterstützt das Forschungsvorhaben mit einer Finanzierungszusage für eine Doktorratsstelle in Höhe von 114 000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren. Weitere Finanzierungspartner sollen die Johannes Kepler Universität, das Land Oberösterreich und die AK Oberösterreich sein.

Der Antrag für die Einrichtung des Doktoratskollegs soll im Herbst 2009 beim FWF eingereicht werden. Der Start des Kollegs könnte im März 2011 erfolgen.

Kostenloser Webspace für alle interessierten LinzerInnen

Kostenlosen Speicherplatz für die Veröffentlichung von Inhalten im Internet wird die Stadt ab Herbst 2009 allen interessierten LinzerInnen mit dem Projekt „Public Space Server“ zur Verfügung stellen. Es wurde auf der Basis einer Gemeinderatsbeschlusses vom Oktober 2007 entwickelt. Für das vorerst auf drei Jahre befristete Projekt sind Ausgaben von 149 625 Euro (inkluisve Umsatzsteuer) kalkuliert. Den erforderlichen Speicherplatz soll ein noch auszuwählender Provider bereitstellen.

Das neue Angebot wird sich an EinsteigerInnen ebenso wie an „Profis“ richten. Damit auch EDV-Laien der problemlose Einstieg gelingt, wird die VHS/Stadtbibliothek im Wissensturm eine umfassende Beratung bieten. Die Anmeldung wird über die Homepages der Stadt Linz (http://www.linz.at/) und des Wissensturms http://www.wissensturm.at/  per e-mail möglich sein. Nach positiver Prüfung des Linzer Hauptwohnsitzes wird ein Zugangscode zugesandt. Für die persönliche Anmeldung im Bürgerservice Center und in den Stadtbibliotheken wird ein Lichtbildausweis erforderlich sein.

Die NutzerInnen  können voraussichtlich einen Speicherplatz von jeweils einem Gigabyte und einen Postkorb mit fünf Adressen für ein Datenvolumen bis 100 Megabyte nutzen. Wer Attachments verschicken möchte, hat pro Anhang maximal 20 Megabyte zur Verfügung.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Finanzreferent Stadtrat Johann Mayr über Aktuelles aus dem Finanz-, Bildungs- und Bauressort)

Für Medienanfragen:
Christian Freimüller  Tel.: +43 732 7070 1362

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