Wunderkind und Malmaschine
Rund 80 Prozent der gezeigten Werke stammen aus Privatbesitz, der Großteil wurde noch nie in der Öffentlichkeit präsentiert.
Fritz Aigner galt als Einzelgänger in der oberösterreichischen Kunstszene, der allen Zeitgeistströmungen trotzte. Seine meist monumentalen Werke in altmeisterlicher Technik bewegen sich zwischen Eros und Religion, zwischen Surrealismus und Fantastischem Realismus. Geistreich, amüsant und teilweise auch deftig zupackend und von erotischer Obsession erfasst, kommentiert er mit dem Pinsel seine nähere Umgebung. Seine malerische Virtuosität zeigt sich in zahlreichen surreal überhöhten, bisweilen phantastischen Bildern genauso, wie in den einfühlsamen Porträts, in denen er nicht nur seine Familie und seine Freunde, sondern auch Größen aus Politik, Wirtschaft, wie auch aus der Halb- und Unterwelt pointiert ins Licht rückt. In seinem Werk setzt sich Aigner intensiv mit den Altmeistern Altdorfer und vor allem Rembrandt auseinander, was ihm den Beinamen „Rembrandt von Linz“ einbrachte.
Im Mai 2006 konnten durch ein großzügiges Entgegenkommen der Familie Aigner 53 druckgrafische Blätter angekauft werden. Insgesamt besitzt das Nordico 190 Arbeiten des Künstlers. Damit ist eine der bedeutendsten Sammlungen mit Schwerpunkt Grafik in öffentlicher Hand.
Ebenfalls in städtischem Besitz befinden sich zehn Ölgemälde von Fritz Aigner, darunter ein Porträt von Altbürgermeister Hugo Schanovsky oder das Bild „Robinson“, die beide im Alten Rathaus zu besichtigen sind.
Fritz Aigner, 1930 in Linz geboren, zählt zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Stadt. Bereits mit 17 Jahren wurde er ohne Prüfung von Prof. Sergius Pauser an der Akademie der bildenden Künste in Wien aufgenommen. Zum Abschluss seines Studiums malte er die „Klage des verlorenen Sohnes“ und erhielt dafür 1952 den Staatspreis. Danach war er freischaffender Künstler in Spanien, Irland, London und Linz. In einem Zimmer im Stift St. Florian realisierte er seine Träume und Sehnsüchte in Bildern. Mitte der 60er-Jahre gründete er gemeinsam mit Malern und Bildhauern die neue Donauschule. Aigner zeichnete sich auch als Druckgrafiker aus, wobei diese Werke teilweise sehr düster-apokalyptische Szenen mit Anspielungen auf die Gesellschaft und bekannte Personen darstellen.
Im Jänner 2005 ist Fritz Aigner im Alter von 74 Jahren verstorben.
Die Ausstellung kann bis 11. Jänner 2009 Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr, an Donnerstagen bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag von 13 Uhr bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt 4,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Führungen für Erwachsene finden an Donnerstagen um 19 Uhr, an Sonntagen um 15 Uhr sowie am Montag, 8. Dezember und am Donnerstag, 1. Jänner jeweils um 15 Uhr statt. Die Teilnahme kostet 1,50 Euro, ermäßigt einen Euro.
An den Feiertagen 1. November, 24. bis 26. Dezember und 31. Dezember 2008 hält das Museum seine Pforten geschlossen.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl und Museumsdirektor Dr. Willibald Katzinger über die bevorstehende Ausstellung „Fritz Aigner – Wunderkind und Malmaschine“)
Weiterer Gesprächspartner:
Dr. Hannes Etzlstorfer/Kurator
Für Medienanfragen:
Sabine Hörschläger Tel.: +43 732 7070 1354
| Dateiformat | Bezeichnung | Dateigröße |
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1966 - Stilleben auf dem Modellierblock |
Druckdatei 14 x 12 cm mit 300 dpi (247 kB) |
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Einem der bekanntesten und zugleich auch umstrittensten Linzer Maler ist die bevorstehende Ausstellung des Nordicos gewidmet: Fritz Aigner (1930-2005). |
Druckdatei 14 x 9 cm mit 300 dpi (202 kB) |
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1989 - Alpenländischer Marinemaler |
Druckdatei 14 x 11 cm mit 300 dpi (386 kB) |

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