Stadt Linz Vorreiterin bei offenen Wettbewerben
Einen wesentlichen Anteil an der Qualitätssicherung besitzt der Beirat für Stadtgestaltung, der sich seit dem Jahr 1998 mit 300 Bauprojekten auseinandersetzte. Die Planungsvisite der Stadtplanung bearbeitete in den letzten zehn Jahren 900 Bauvorhaben mittlerer Größe.
Zur Erhöhung der Ideenvielfalt bemüht sich die Stadtplanung kontinu-ierlich, zur Durchführung von Architekturwettbewerben zu motivieren. Stadtrat Klaus Luger hat es sich seit seinem Amtsantritt im Herbst 2003 zur persönlichen Aufgabe gemacht, Qualität in der Architektur durch gezielte Wettbewerbe für besonders prägnante Linzer Bauvorhaben abzusichern.
In den letzten elf Jahren sind insgesamt 67 Architekturwettbewerbe durchgeführt worden, davon 37 geladene und 30 offene. Das Teilnahmegebiet umfasste meist die Europäische Union. Offene Wettbewerbe sind ab einer Grenze von 211.000 Euro für Preisgelder, Jurygelder und die Detailplanung EU-weit auszuloben. Lediglich in drei Wettbewerben konnten sich nur Büros aus Österreich, in sechs nur aus Oberösterreich bzw. Salzburg und in einem Wettbewerb nur aus Oberösterreich und Salzburg bewerben.
45 Wettbewerbe, also mehr als zwei Drittel, fanden alleine von 2004 bis Ende 2008 statt. Die Zahl der offenen Wettbewerbe hat sich seit 2004 besonders deutlich erhöht. Von den 45 Wettbewerben (2004 - 2008) waren 23 offen. Zwischen 1998 und Ende 2003 fanden nur sieben offene Wettbewerbe statt.
Im Jahr 2007 hat eine Arbeitsgruppe der Stadt Linz gemeinsam mit der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten die Allgemeinen Bedingungen für Wettbewerbe der Stadt Linz überarbeitet. Diese für sämtliche Wettbewerbe der Stadt Linz geltende Richtlinie wurde am 27. Mai 2008 im Gemeinderat beschlossen. Durch die neuen Festlegungen wird die Wettbewerbsunterlage entbürokratisiert und vom Umfang her deutlich reduziert. Es soll auch die gemeinsame Abwicklung der Wettbewerbe in bewährter Kooperation mit der Kammer einfacher, leichter und transparenter werden, versichert Stadtrat Klaus Luger.
Ebenso setzt sich Luger für die Förderung von jungen ArchitektInnen durch vermehrte geladene Wettbewerbe für mittelgroße Projekte an.
| Jahr | Offene Wettbewerbe | Geladene Wettbewerbe | Summe |
|---|---|---|---|
| 1998 | 5 | 2 | 7 |
| 1999 | 1 | 2 | 3 |
| 2000 | 1 | 5 | 6 |
| 2001 | - | 1 | 1 |
| 2002 | - | 3 | 3 |
| 2003 | - | 2 | 2 |
| 2004 | 2 | 3 | 5 |
| 2005 | 4 | 5 | 9 |
| 2006 | 14 | 7 | 21 |
| 2007 | 1 | 3 | 4 |
| 2008 | 2 | 4 | 6 |
| Summe | 30 | 37 | 67 |
Von 1998 bis heuer haben 35 geladene Wettbewerbe für Linzer Projekte stattgefunden. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf die Jahre 2004 bis 2008. Weiters fällt auf, dass besonders spezielle Funktionsbauten und Projekte privater Investoren häufiger durch geladene Wettbewerbe als durch offene gekürt werden. Die Unternehmensgruppe Linz lobte sechs geladene Wettbewerbe aus. Zu den herausragenden Projekten zählen:
Die Stadt Linz hat Mitte 2003 für die Neugestaltung des Donauparks Urfahr (Jahrmarktgelände) einen geladenen Wettbewerb mit sechs Büros (Karrer, Podrecca, Roemer, Shamiyeh, Steinlechner, Weismann) veranstaltet, den das Wiener Büro Podrecca für sich entscheiden konnte.
Ende Mai 2007 haben die Bauarbeiten für den Ostteil auf einer Fläche von 39.000 Quadratmetern begonnen. Nach dem Herbst-Jahrmarkt werden die Arbeiten abgeschlossen.
Die Stadt Linz hat sieben Büros (Dworschak, Gunhold, Lepschi, Markon, Nobl, Oemer, Ramusch) zum Wettbewerb herangezogen. Die Jury entschied sich im Jänner 2005 für den Entwurf des Büros Dworschak. Das neue Gebäude der Feuerwehr Pöstlingberg konnte im August 2006 eröffnet werden.
Der Linzer Architekt Bernhard Rosensteiner gewann am 21. April 2008 den geladenen Wettbewerb für die Neugestaltung des Grünmarkts in Urfahr direkt vor dem neuen Seniorenzentrum Franz Hillinger.
Architekt Rosensteiner spannt in seinem Entwurf über das gesamte Marktareal eine Pergola und plant eine großzügige Parkanlage mit geschwungenen Wegen. Entlang der Rudolfstraße soll eine Glaswand als Schallschutz gesetzt werden.
Die städtische Wohnungsgesellschaft GWG hat sieben Architekturbüros zum Wettbewerb eingeladen. Die Jury entschied sich im Juli 2004 für das Projekt des Büros Karrer. Das neue Seniorenzentrum in Urfahr wurde am 27. Februar 2008 eröffnet.
Im Dezember 2005 fiel die Entscheidung für die X-Architekten. Zum geladenen Wettbewerb wurden sechs Büros (Riepl/Riepl, x-architekten, Haderer/Eder, Oemer, Team M, Lueginger) eingeladen. Die GWG wird bis zum Frühjahr 2009 eine Wohnanlage mit 20 Mietwohnungen an der Waldeggstraße errichten.
Die LinzAG hat acht Büros (Heidl, Kada, Landrichtinger, Markon, Oemer, Steinlechner, Weidinger, Zellinger) zum Wettbewerb eingeladen. Die Jury hat im Oktober 2006 das Projekt des Büros Heidl zum Sieger gekürt. Baubeginn war Anfang Oktober 2007, die Eröffnung wird am 24. Oktober stattfinden.
Das Land Oberösterreich hat einen Wettbewerb für die Erweiterung der Berufsschule 3 an der Makartstraße ausgeschrieben. Am 3. Oktober 2006 hat die Jury den Rieder Architekten DI Werner Bauböck zum Sieger bestimmt. Mit der Fertigstellung kann im Sommer 2009 gerechnet werden.
Die ÖBB haben sechs Büros (Tillner / Richter, Ortner&Ortner, Team M/Zellinger, Holzbauer, Luger / Maul, Neumann / Steiner) zum Wettbewerb eingeladen. Im April 2005 hat die Jury das Projekt des Büros Holzbauer zum Sieger gewählt. Das Hochhaus (98,5 Meter, 24 Stockwerke) konnte im April 2008 fertiggestellt werden. Als Mieter sind die Pensionsversicherungsanstalt und die Finanzämter Linz und Urfahr eingezogen.
Die Energie AG hat fünf Büros (Weber + Hofer, Ortner & Ortner, Heidl, Jones, Kaufmann) als Teilnehmer für den Wettbewerb zum Neubau der Konzernzentrale geladen. Im April 2005 fiel die Entscheidung für das Büro Weber + Hofer aus Zürich. Seit dem Frühjahr 2006 ist der Power Tower (74 Meter, 19 Stockwerke) in Bau und wurde am 28. August 2008 eröffnet.
Die Arbeiterkammer hat acht Büros (Buchberger / Klinglmüller, Schweiger / Schremmer / Jell, Drugowitsch, Steinmayr / Mascher, BEHF Architekten, Holzbauer, Riepl&Riepl) beauftragt, Entwürfe für einen Umbau und die Erweiterung der Arbeiterkammer zu liefern. Im März 2006 wurde das Büro Riepl/Riepl zum Sieger gekürt. Die Bauarbeiten laufen seit August 2006. Die Übersiedlung von der Gruberstraße in den Stammsitz an der Volksgartenstraße ist Anfang Dezember 2008 geplant.
Postimmobilien und die Wohnungsgesellschaft Familie haben als Auslober fünf Architekturbüros für den Wettbewerb engagiert. Siegreich war das Projekt des Büros Rosensteiner im Oktober 2004.
127 Mietwohnungen, zwei Büros und vier Geschäfte werden bis Ende 2010 errichtet. 72 Wohnungen sind seit Jänner 2007 in Bau. 40 Wohnungen der ersten Etappe werden bis November 2008 fertig. 32 Wohnungen können im Jänner 2009 übergeben werden.
Das Projekt wurde vom Linzer Architekten DI Bernhard Rosensteiner geplant, der den geladenen Wettbewerb mit 21 Büros (19 eingereichte Projekte) im Mai 2007 gewann. 12 geförderte Reihenhäuser (100 bis 110 m²) und 130 Wohnungen (65 bis 90 m²) entstehen in Abschnitten ab Dezember 2008. In der ersten Etappe sollen 25 Eigentumswohnungen und 25 Mietwohnungen gebaut werden. Die zweite Etappe beginnt Mitte 2009.
Die GWB hat eine geladenen Wettbewerb für eine Wohn- und Geschäftsanlage an der Scharitzerstraße / Landstraße veranstaltet, den das Ottensheimer Architekturbüro Two in a box im August 2006 für sich entscheiden konnte. Geplant sind 24 geförderten Eigentumswohnungen auf sechs Geschoßen mit einem Geschäftslokal im Erdgeschoß. Die Wohnungsgrößen bewegen sich zwischen 70 und 110 Quadratmetern.
Im Jänner 2007 fand die Jurysitzung für den geladenen Wettbewerb zur Erweiterung des Peuerbachgymnasiums mit Zweifachturnhalle statt. Gewonnen hat den Wettbewerb das Architekturbüro Weismann. Die Fertigstellung ist für Ende 2009 geplant.
15 ausgewählte TeilnehmerInnen legten ihre Entwürfe für das Seelsorgezentrum in Pichling vor, die Jury entschied sich im Sommer 2004 für das Duo Pointner & Pointner. Mitte 2006 wurde das „Elia“ in der Solarcity eröffnet.
Das Büro Christoph Karl & Andreas Bremhorst hat den geladenen Wettbewerb für das Altenheim Rudigier Ende 2005 gewonnen. Die Arbeiten zur Sanierung und Adaptierung des Alten- und Pflegeheimes der Kreuzschwestern sollen bis Ende 2009 abgeschlossen sein. Auf dem Gebäude der Kreuzschwestern entsteht ein Passivhaus. In der zweiten Bauetappe werden Geschäftslokale entlang der Stockhofstraße errichtet.
Die WAG hat für den Neubau des Horts für sechs Hortgruppen und zweier Turnsäle der Kreuzschwestern einen geladenen Wettbewerb veranstaltet, aus dem das Büro Luger & Maul im Oktober 2006 als Sieger hervorging.
Die Landesfeuerwehr hat drei Architekturbüros im Rahmen eines geladenen Wettbewerbes mit Planungen für den ältesten, aus dem Jahr 1929 stammenden der fünf Gebäudetrakte des Landesfeuerwehrkommandos beauftragt. In Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt soll der Trakt teilweise erhalten und großteils neu gebaut werden. In dem modernisierten Gebäude soll ein Teil der Landesfeuerwehrschule untergebracht werden.
23 der 30, also rund drei Viertel der offenen Wettbewerbe seit 1998, wurden in den letzten fünf Jahren ausgelobt. 14 Wettbewerbe, also fast die Hälfte aller Verfahren (43%) wurden alleine von der Unternehmensgruppe Stadt Linz ausgelobt, fünf vom Land Oberösterreich. Die Anzahl der teilnehmenden Büros zeigt eine beträchtliche Schwankungsbreite.
Von 197 (Musiktheater) bis zu acht teilnehmenden ArchitektInnen (Sportpark Pichling) reicht die Palette. Kulturbauten und die Errichtung sozialer Einrichtungen werden in Linz beinahe ausnahmslos durch offene Wettbewerbe entschieden. Wenn die Stadt Linz oder ihre Wohnungsgesellschaft GWG als Auftraggeberinnen von großen Wohnbauprojekten auftreten, werden ebenfalls primär offene Wettbewerbe durchgeführt. Folgende Projekte sind dabei besonders hervorzuheben:
Die Stadt Linz hat einen EU-weiten offenen Wettbewerb für das Areal des ehemaligen Frachtenbahnhofes mit 8,5 Hektar ausgeschrieben. Im September 2006 gewann das deutsche Büro Blaumoser gegen 26 KonkurrentInnen. Geplant sind ca. 800 Wohnungen, Büros, Geschäfte und Sozialeinrichtungen wie betreubare Wohnungen und ein Kindergarten. Bis Jahresende soll die Umsetzung des überarbeiteten Projektes festgelegt werden.
Im Jahr 2009 soll die Aufteilung der Wohnkontingente auf die Wohnungsgesellschaften erfolgen und auch die ersten Architekturwettbewerbe könnten beginnen. Ein Baubeginn wäre ab dem Sommer 2010 möglich.
Die Stadt Linz veranstaltete einen EU-weiten offenen Wettbewerb für die Erweiterung des Ars Electronica Centers. Die Jury entschied sich im März 2006 aus 38 eingereichten Projekten für den Entwurf des Büros Treusch architecture. Der Baubeginn ist im April 2007 erfolgt, die Eröffnung soll am 2. Jänner 2009 erfolgen.
Die Stadt Linz hat einen offenen Ideenwettbewerb für den Sportpark nahe der Solarcity ausgeschrieben. Im Oktober 2006 wurde der Entwurf des Büros Schwarzenbacher aus acht Arbeiten als Siegerprojekt ausgewählt. Realisiert wird die neue Sport- und Freizeitanlage bis Ende 2008. Die Gleichenfeier fand am 25. Juni 2008 statt. Die Eröffnung ist am 28. November 2008.
Die Stadt Linz hat einen Wettbewerb für die Modernisierung des Sportparks Lißfeld ausgeschrieben. Gewonnen haben die Sps-Architekten aus Thalgau bei Salzburg. Die Bauarbeiten haben am 28. Februar 2008 begonnen.
Sportpark Lißfeld
Im November 2006 entschied sich die Jury bei dem von den Linz Immobilien ausgeschriebenen Wettbewerb für Hort und Kindergarten Korefschule für die Wiener Architektin Alexa Zahn. Es wurden 13 Projekte eingereicht. Baubeginn für den Neubau mit vier Kindergarten- und fünf Hortgruppen war am 28. September 2007, die Gleichenfeier fand am 16. Mai 2008 statt. Die Fertig-stellung ist für das Frühjahr 2009 geplant.
Die Stadt Linz hat für den Neubau des Kindergartens am Hofmeindlweg einen offenen Wettbewerb mit 43 Büros aus Oberösterreich im Herbst 2004 veranstaltet. Sieger wurde das Büro Antlinger. Der Kindergarten am Froschberg steht seit September 2006 für drei Kindergartengruppen offen.
Der EU-weite offene Wettbewerb des Landes Oberösterreich wurde im Juli 2006 entschieden. Nach den Plänen der LandschaftsarchitektInnen Lesche und Henke aus München sollen Promenade und Landhauspark zu einem einzigen Boulevard werden. Landhauspark und öffentlicher Straßenraum, den die Stadt Linz gestalten wird, sollen bis Ende 2008 fertig sein.
Die LinzAG hat einen EU-weiten Wettbewerb mit 68 BewerberInnen und acht teilnehmenden Büros für den Zu- und Umbau des Hummelhofbades veranstaltet, den das Büro Konrad im März 2005 gewinnen konnte. Im Zuge des Bäderausbauprogramms der LinzAG ist das Hummelhof-Hallenbad bis Ende 2006 zur Wellnessoase aufgewertet worden.
Die LinzAG hat einen EU-weiten Wettbewerb mit 96 BewerberInnen und 8 TeilnehmerInnen durchgeführt, den das Büro Riepl/Riepl im Mai 2006 gewann. Am 28. November 2007 wurde die zweite Eishalle eröffnet. Es steht auch eine Tiefgarage mit rund 200 Parkplätzen zur Verfügung.
Für die Neugestaltung des Areals an der Gruberstraße hat die LinzAG einen Wettbewerb mit 13 geladenen Büros veranstaltet, von denen 12 ihre Projekte eingereicht haben. Gewonnen hat das Büro Krischanitz & Frank. Derzeit wird das Projekt überarbeitet, Gespräche mit einer Bürgerinitiative werden von den Projektentwicklern geführt.
Bei dem EU-weiten zweistufigen Architekturwettbewerb hat die Jury am 19. Dezember 2006 eine einstimmige Entscheidung getroffen. Aus 77 Einreichungen wurden die Wiener Architekten DI Christoph Karl und Mag. Andreas Bremhorst ausgewählt.
Die Gesamtkapazität ist auf zwei Pflegeabteilungen mit 64 BewohnerInnen ausgelegt. Zusätzlich sind in einem gesonderten Baukörper 25 betreubare Wohnungen eingeplant. Der Spatenstich war am 7. Juli 2008, fertig werden soll das neue Seniorenzentrum Ende 2009.
LAWOG und GWG haben einen EU-weiten offenen Architektenwettbewerb für die Wohnanlagen auf dem Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik mit 57 TeilnehmerInnen veranstaltet. Die Entscheidung der Jury fiel im Jänner 2006. Sieger wurden die ARGE Architekten Drexel und Zweier aus Deutschland. Der Bau der 389 Wohnungen hat im Frühjahr 2008 begonnen.
Bauarbeiten am Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik
Neue Heimat und GWG haben einen EU-weiten offenen Wettbewerb für Wohnanlagen am Bäckerfeld in Urfahr mit 70 Teilnehmern durchgeführt. Die Jury entschied im November 2005. Den ersten Preis erreichte die ARGE Seidel:Architekten / Thoma Architekten / Kummer-Lubk-Partner aus Zeuleroda in Deutschland. Die 108 Wohnungen und 10 Reihenhäuser sollen bis zum Frühjahr 2010 fertig werden. Die Neue Heimat hat mit dem Bau ihrer 59 frei finanzierten Wohnungen Ende 2007 begonnen, die GWG im Sommer 2008.
Zügiger Baufortschritt am Bäckerfeld in Urfahr
Das Land Oberösterreich hat einen zweistufigen EU-weiten Wettbewerb veranstaltet. In der ersten Stufe nahmen 197 Büros teil. Die Jury kürte bekanntlich im April 2006 den englischen Architekten Terry Pawson zum Sieger. Am 30. September wird der neueste Fassadenentwurf dem Beirat für Stadtgestatung vorgelegt.
Das Land Oberösterreich hat einen EU-weiten offenen Wettbewerb mit 52 TeilnehmerInnen ausgeschrieben. Im Mai 2006 fiel die Entscheidung für das Büro Bez / Kock. Die Sanierung und Erweiterung der Landesbibliothek soll in zwei Etappen erfolgen. Die Bauarbeiten für die erste Etappe haben im April 2007 begonnen. Die Gleichenfeier ist am 21. Oktober 2008.
Das Land Oberösterreich hat einen EU-weit offenen Wettbewerb für die Erweiterung des Schlossmuseums durchgeführt. Im Juli 2006 gewann das Büro HoG Emmerer und Luser aus Graz. Bis Mitte 2009 wird der Südflügel des Schlosses wieder aufgebaut. Die Gleichenfeier war am 6. Juni 2008, im Ok-tober wird die Glasfassade fertig. Das Eröffnungsfest findet von 3. – 5. Juli 2009 statt.
Mitte 2005 standen die Sieger des EU-weiten Wettbewerbs für den Science Park fest. Die drei Architekten Günther Katherl aus Vöcklabruck, Martin Haller aus Mittelberg in Vorarlberg und Ulrich Aspetsberger aus Linz bilden das Wiener Büro „caramel architekten zt GmbH“. Sie setzten sich gegen 40 KonkurrentInnen durch. Im Mai 2007 erfolgte der Baubeginn für die erste Etappe mit dem Mechatronik-Gebäude, die Fertigstellung ist für August 2009 vorgesehen.
Hoteleröffnung für April 2009 geplant: Hotel am Dompark
Die Severin Stiftung lud zu einem offenen Wettbewerb für die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg, den das Grazer Architekturbüro Hohensinn im März 2006 gewann. Das neue Hotel wird 69 Zimmer und zwei Suiten anbieten und soll im April 2009 eröffnet werden. Das Hotel erhält auch eine Tiefgarage mit 200 Parkplätzen.
Das deutsche Architekturbüro Wörner & Partner hat den EU-weiten Wettbewerb mit 18 Büros im Sommer 2004 für sich entschieden. Die Modernisierung des Spitalkomplexes umfasst unter anderen auch einen Neubau an der Elisabethstraße, der Ende April 2007 begonnen wurde und im Spätherbst 2009 fertig wird. Er wird mit dem Hauptbau über eine gläserne Brücke verbunden.
Der ÖAMTC Oberösterreich hat für oberösterreichische Büros einen Wettbewerb mit 37 BewerberInnen und 10 TeilnehmerInnen ausgeschrieben. Das Linzer Büro Riepl/Riepl konnte den Wettbewerb im Sommer 2005 für sich entscheiden.
Im Frühjahr 2007 war der Baubeginn. Die Eröffnung war am 8. September 2008. Mit 1. Oktober 2008 wird auch die neue Zulassungsstelle in Betrieb genommen.
Europan ist die größte Initiative für Architektur- und Städtebauwettbewerbe in Europa mit 22 Nationen. An Europan 9 haben insgesamt 1.753 Architekturteams teilgenommen. Unter den 73 europäischen Standorten hat sich in Österreich neben Graz, Karpfenberg und Wien erstmals Linz mit dem Wettbewerbsgebiet Neue Welt beteiligt.
Im Dezember 2007 zeichnete die Jury drei gleichrangige Projekte aus. Dazu zählen „Urban Switch“ des Madrider Büros ecosistema urbano, „Pit Stop Connected“ der in München und London situierten Zectorarchitects und „Drive-In-City“ des Züricher Teams urbanact.
Derzeit finden Verhandlungen mit GrundstückseigentümerInnen statt, bevor die Weiterarbeit mit den aus der Jurysitzung hervorgegangenen Projekten erfolgt.
Die Jurysitzung für die Planung einer Wohnanlage an der Neubauzeile findet am 1. Oktober 2008 statt. Teilgenommen haben acht Architekturbüros. Der Wohnbau für soziale Mietwohnungen soll dem Standard Niedrigstenergiehaus Stufe 2 entsprechen. Im Erdgeschoß ist ein Geschäftslokal mit 600 Quadratmetern Verkaufsfläche und 250 Quadratmetern Nebenräumen einzuplanen. Es sollen 25 Prozent Zweizimmerwohnungen (50 m²), 50 Prozent Dreizimmerwohnungen (70 m²) und 25 Prozent Vierzimmerwohnungen (85 m²) entstehen.
Am 25. August 2008 erfolgte die Abgabe für die Projekte des geladenen Wettbewerbes mit 10 Architekturbüros, die Jurysitzung für die GWG-Wohnhäuser an der Humboldtstraße findet am 2. Oktober 2008 statt. Das Preisgeld von 35.500 Euro wird für drei Preise und für Aufwandentschädi-gungen (je 2.500 Euro für sieben Büros) verwendet.
Wettbewerb für Abschnitt an der Humboldtstraße
An der Humboldtstraße 3-5 soll im Erdgeschoß und im ersten Stock des viergeschoßigen Neubaus eine viergruppige Krabbelstube geplant werden. In den restlichen drei Obergeschoßen und im ausgebauten Dachgeschoß sollen mindestens 15 Wohnungen mit Größen zwischen 50 und 80 Quadratmetern entstehen.
An der Humboldtstraße 10 soll im Erdgeschoß des Gebäudes die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage sowie der Eingang geplant werden. In den vier Obergeschoßen und dem ausgebauten Dachgeschoß sind mindestens 14 Wohnungen mit Größen zwischen 50 und 80 Quadratmetern einzuplanen.
Die Stadt Linz veranstaltet einen EU-weiten offenen Realisierungswettbewerb für den Zu- und Umbau der Stelzhamerschule (Haupt- und Volksschule). Es soll ein moderner Schulbau entstehen, der in jeder Hinsicht auf dem neuesten Entwicklungsstand gebracht werden soll. Der südliche Teil der Hauptschule samt Turnsaal kann neu errichtet oder teilweise erhalten werden. Der nördliche Teil der Hauptschule soll nur in seiner statischen Grundstruktur belassen werden.
Wettbewerb für Zu- und Umbau Stelzhamerschule
Der Abgabetermin für die Projekte ist am 11. November 2008, die Juryentscheidung ist für den 21./22. November geplant. Insgesamt stehen 53.000 Euro Preisgelder für drei Preise und drei Ankäufe zur Verfügung.
Ziel des Wettbewerbs ist es, Vorentwürfe für den Bau der Anton-Bruckner-Privatuniversität auf den ehemaligen Gründen des Schloss Hagen am Fuße des Pöstlingberges zu erlangen. Auf einer Grundstücksgröße von 22.600 Quadratmetern sollen alle in Linz verstreuten Abteilungen an einen Standort zusammengeführt werden. Der Neubau soll mit Kosten von 35,4 Millionen Euro auf dem Niveau eines Passivhauses entstehen. Geplant ist ein Baube-ginn ab 2010 und eine Fertigstellung ab Mitte 2012.
Die Abgabe der Projekte hat bis zum 16. Oktober zu erfolgen, die Jury tagt vom 9. bis 12. Dezember des heurigen Jahres.
Nach der im April erfolgten Übersiedlung des Finanzamtes in den Terminal Tower steht das Finanzgebäude Ost für die Kunstuniversität bereit. Für die geplanten Umbauarbeiten wurde im heurigen Sommer ein EU-weiter zweistufiger Architekturwettbewerb von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) im Auftrag der Kunstuniversität ausgeschrieben. Bis zum Abgabetermin am 18. August sind Vorschläge von 31 Architekturbüros eingereicht worden. Daraus sind acht Projekte für die zweite Stufe ausgewählt worden. Für die acht Finalisten ist Mitte Jänner 2009 als Abgabetermin vorgesehen. Mit einem Ergebnis kann für Mitte Februar gerechnet werden.
Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at
Immer gut informiert mit den aktuellen Newslettern und den RSS-Newsfeeds der Stadt Linz.