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Lehrling
BILDUNG
Presseaussendung vom 18.09.2008

Stadt Linz baut Lehrstellenangebot weiter aus

367 Lehrplätze stehen ab Herbst zur Verfügung

Beim größten Linzer Berufsausbildner, in den Lehrwerkstätten der Voestalpine, werden 589 junge Menschen ausgebildet. Die Stadt Linz und ihre Betriebe liegen mit insgesamt 367 Lehrplätzen bereits auf dem 2. Platz, an 3. Stelle befindet sich die Lehrwerkstätte der ÖBB mit 218 Ausbildungsplätzen.

„Die Stadt Linz nimmt ihre Verantwortung auch heuer wieder wahr und hat 110 neue Lehrplätze geschaffen“, kündigt Personalstadtrat Klaus Luger an. Das Ausbildungsangebot beim Magistrat umfasst 21 unterschiedliche Berufe, von der klassischen Büroausbildung über Koch-, Maler-, Gartenbau- und Straßenbaulehre bis zur Informations-Technologie. „Mich freut besonders, dass der Magistrat selbst 71 neuen Lehrlingen eine gute Berufsausbildung anbietet. Das ist Rekord, so viele junge Menschen haben wir noch nie ausgebildet“, freut sich Personalreferent Luger.

Im Magistrat wird seit 2004 vor allem auf ein Ausbildungsangebot für Jugendliche mit sozialen Defiziten und Lernschwächen Wert gelegt. Zudem wird seit 2005 verstärkt auf die Ausbildung behinderter Jugendlicher gesetzt. Sie sollten unter anderem durch eine im Durchschnitt um ein Jahr längere Lehrzeit einen Ausbildungsabschluss erhalten. Rund zwei Drittel der Magistrats-Lehrlinge weisen derzeit in irgendeiner Form einen Förderbedarf auf.

367 Lehrstellen – Unternehmensgruppe Stadt Linz ist zweitgrößter Lehrlingsausbildner in der Landeshauptstadt

Die Stadt und ihre Betriebe sind der zweitgrößte Lehrstellenanbieter der Landeshauptstadt. Nur in den Lehrwerkstätten der Voestalpine werden mit 589 jungen Menschen mehr Lehrlinge ausgebildet. Dritter im Bunde der Top Drei ist die Lehrwerkstätte der ÖBB mit 218 Lehrplätzen. In Magistrat, AKh, LINZ AG, Seniorenzentren, LIVA, Design Center (DC), GWG und Ars Electronica Center werden 367 Jugendliche gut ausgebildet. Auf die einzelnen Betriebe verteilen sich die Ausbildungsplätze wie folgt:

367 Lehrstellen der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Ausbildungsoffensive mit 110 neuen Lehrplätzen

Seit 1. September stehen bei der Stadt und ihren Betrieben 110 neue Lehrstellen zur Verfügung. Den Hauptanteil stellt wiederum der Magistrat mit 71 Ausbildungsplätzen. Diese Ausbildungsoffensive 2008 wird vom Allgemeinen Krankenhaus mit 7, der LINZ AG mit 20 und den Seniorenzentren mit 8 Lehrstellen mitgetragen. Design Center, GWG und LIVA steuern heuer vier neue Lehrplätze bei.

110 neue Lehrplätze

Magistrat Linz: 71 neue Lehrplätze seit 1. September

Mit 1. September 2008 haben 71 junge Menschen ihre Ausbildung im Magistrat begonnen. Damit bietet der Magistrat insgesamt 212 jungen Menschen eine Berufsqualifizierung. Für die Lehrbetreuung stehen insgesamt 156 AusbildnerInnen zur Verfügung.

In den folgenden 15 Berufsfeldern sollen 71 neue Lehrlinge beim Magistrat aufgenommen werden:

Beruf Aufnahme
Maschinenbautechniker

3

Installations- und Gebäudetechnik

1

Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistentin

1

Bautechnische/r ZeichnerIn

1

Bürokaufmann/-frau, VerwaltungsassistentIn

29

Informationstechnologie-TechnikerInnen

2

GärtneInnen

5

Koch/Köchin

6

LandschaftsgärtnerInnen

10

MalerIn

2

MetallbearbeitungstechnikerInnen

2

Straßenerhaltungsfachmänner

3

TishlerInnen

3

Vermessungstechniker

1

Elektroenergietechniker

2

Gesamt

71

AKh: 7 neue Lehrplätze in 6 Berufen

Das Allgemeine Krankenhaus bildet insgesamt 37 Lehrlinge aus. Ebenfalls seit letzter Woche werden 7 Lehrlinge in sechs verschiedenen Berufen beschäftigt.

Beruf Aufnahme
Tischlerin

1

Maschinenautechniker

1

Bürolehrlinge

2

Köchin

1

Konditorin

1

Zahntechnikerin

1

Gesamt

7

Seniorenzentren: 8 neue Lehrplätze in 2 Berufen

8 Lehrlinge zählen zu den seit der Magistratsreform verselbständigten Seniorenzentren Linz. Die neu aufgenommenen acht Lehrlinge werden in zwei verschiedenen Berufen ausgebildet.

Beruf Aufnahme
Bürolehrlinge

4

Koch/Köchin

4

Gesamt

8

LINZ AG: 20 neue Lehrplätze in 6 Berufen

Die LINZ AG leistet mit 76 Lehrplätzen ihren Beitrag zur Lehrlingsausbildung. Die Lehrlinge werden in einer eigenen Lehrwerkstätte ausgebildet. Die LINZ AG bildet hauptsächlich Bürokaufleute und ElektroenergietechnikerInnen aus. Weiters gibt es noch die Berufe Sanitär- und KlimatechnikerIn, ElektronikerIn und MaschinenbautechnikerIn. Seit 2007 gibt es die Möglichkeit, den Doppelberuf Kfz-Techniker/-Elektriker zu erlernen. 20 neue Lehrlinge haben bereits mit ihrer Berufsausbildung begonnen.

Beruf Aufnahme
Bürolehrlinge

6

Elektroenergietechniker

8

Sanitär- und Klimatechniker

1

Elektroniker

2

Maschinenbautechniker

1

Kfz-Techniker/-Elektriker

2

Gesamt

20

Übrige Unternehmensgruppe mit 4 neuen Lehrberufen

Die GWG bildet derzeit sechs Lehrlinge als Immobilienkaufleute aus. Im Design Center werden zwei VeranstaltungstechnikerInnen und zwei Bürokaufleute ausgebildet. In der LIVA lernen ein Veranstaltungstechniker und ein Bürokaufmann, im Ars Electronica Center sind zwei Lehrlinge als EDV-Techniker und Mediendesigner beschäftigt.
Die GWG bildet zusätzlich einen Lehrling für den Beruf Immobilienkauffrau/mann aus. Die LIVA schafft einen neuen Lehrplatz für eine/n SportadministratorIn. Im Design Center werden zwei Veranstaltungstechniker neu ausgebildet.

Unternehmen Aufnahme
GWG 1
LIVA 1
Design Center 2
AEC -

Hoher Aufwand für Lehrlinge mit Lernproblemen lohnt sich

Der Aufwand für die integrativen Lehrlinge und die Lehrlinge mit Förderbedarf ist relativ hoch, da sie verschiedenste Anfangsschwierigkeiten zu bewältigen haben.

  • Lernschwierigkeiten auf Grund eines fehlenden oder negativen Hauptschulabschlusses, Unterricht nach Lehrplan einer Sonderschule auf Grund eines sonderpädagogischen Förderbedarfs
  • Eingliederungsprobleme durch Beeinträchtigungen wie Behinderung, Misshandlung, Drogenkonsum oder Familienprobleme
  • Sprachschwierigkeiten
  • Mangelnde Motivation aufgrund erfolgloser Lehrstellensuche

Sämtliche Fördermaßnahmen werden für jeden einzelnen Lehrling bereits zu Beginn der Ausbildung speziell erarbeitet und müssen laufend angepasst werden, um einen positiven Abschluss der Berufsausbildung zu erreichen. Gezielte Maßnahmen und eine intensive Zusammenarbeit zwischen AusbildnerInnen und den Lehrlingen sind für einen Lehrabschluss notwendig.

2008: 44 Ausbildungsverträge mit Förderbedarf

44 Ausbildungsverträge im Magistrat wurden mit speziellem Förderbedarf abgeschlossen, das sind 62 Prozent der insgesamt 71 neuen Lehrplätze.

Es sind auch heuer wieder 25 eigene Lehrplätze oder 35 Prozent aller neuen Lehrplätze im Magistrat für die integrative Ausbildung geschaffen worden. Hier kooperiert der Magistrat mit dem Verein Jugend am Werk, dem Oberösterreichischen Hilfswerk und dem privaten Institut Ibis Acam.

2007: 47 Lehrlinge absolvierten eine verlängerte Lehre

47 Jugendliche absolvierten 2007 eine um ein Jahr verlängerte Lehre und 3 eine Ausbildung im Rahmen der Teilqualifikation. 2 Jugendliche haben die Teilqualifikation mit Abschlussprüfung im Jahr 2007 bereits absolviert.

Heuer im Sommer haben die ersten 3 Lehrlinge, die eine Ausbildung im Rahmen einer verlängerten Lehrzeit machen, eine Lehrabschlussprüfung geschafft.

Förderunterricht durch Perfect Learning

Das Nachhilfeinstitut Perfect Learning (Pele) unterstützt die Lehrlinge vor allem in den Hauptfächern wie Französisch, Rechnungswesen, Buchhaltung und Mathematik. Im Jahr 2007 wurden insgesamt 1.212 Förderstunden organisiert, für das Ausbildungsjahr 2008 waren es 938 Stunden.

Wenn es notwendig ist, werden für die Jugendlichen individuelle Lehrpläne erstellt, die permanent überprüft und an neue Situationen angepasst werden müssen. Bei den Lernzielkontrollen und den Förderstunden wird der Schwerpunkt im Magistrat vor allem auf die Lerngegenstände gelegt.

Im Magistrat wird darauf Wert gelegt, durch ständigen Kontakt mit den Berufsschulen, regelmäßige Besprechungen mit den AusbildnerInnen, Berufsausbildungsassistenzen und regelmäßige Gespräche mit den Lehrlingen die auftauchenden schulischen Probleme rechtzeitig zu erkennen und zu lösen.

Gesundheitsmaßnahmen

Die Seminare „Talk about“ und das Gesundheitsprogramm FIT 4 YOU werden regelmäßig angeboten. In diesen Seminaren werden Jugendliche auf Gefahren im Umgang mit Suchtmitteln hingewiesen und, wenn notwendig, in Betreuungsmaßnahmen integriert. Motorik, Körperhaltung und Arbeitstechnik können sie unter Anleitung von Physiotherapeuten im Fitnessraum und in der Kletterhalle verbessern.

Psychosoziale Beratung, Betreuung und Begleitung werden vom Betriebsärztlichen Dienst organisiert und stehen allen Lehrlingen, wenn nötig, zur Verfügung. Das Kinderhilfswerk Linz übernimmt die weitere Einzelbetreuung, die mit Coaching und Clearing auch längerfristig angelegt sein kann.

Sozialpädagogische Förderungsmaßnahmen

Erlebnispädagogische Seminare sind ein wichtiger Bestandteil der Lehrlingsausbildung. Ziel dieser Seminare ist es, die Lehrlinge in Sozialkompetenz zu schulen, die Integration von benachteiligten Personengruppen zu fördern und richtige Umgangsformen zu festigen.

Schulung für 156 AusbildnerInnen

Für die Ausbildung im Magistrat stehen den Lehrlingen 156 zertifizierte AusbildnerInnen zur Verfügung. Diesen werden regelmäßig interne Fortbildungsseminare zu den Themen Kommunikation und Konfliktbewältigung, Persönlichkeitsbildung und Führungsverhalten, Soziale Kompetenz, Pädagogik und Didaktik, Motivation und Gesprächsführung sowie Eigenständigkeit und Zeitmanagement angeboten.

Informationsunterlage zur Pressekonfernz von Personalreferent Stadtrat Klaus Luger zum Thema Lehrstellenangebote der Stadt Linz und ihrer Unternehmen für Herbst 2008.

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