Rund hundert Mitarbeiter sorgen für planmäßigen Baufortschritt
Derzeit arbeiten rund 100 Mitarbeiter an der Vollendung des markanten Bauwerks am Urfahrer Brückenkopf. Von außen ist der Baufortschritt unter anderem an der werktäglich Gestalt gewinnenden Fassadenverglasung erkennbar (Internet-Webcam: www.aec.at/de/neubau/webcam.asp).
An der Kirchengasse haben vor dem östlichen Neubauabschnitt die Pflasterungsarbeiten begonnen. Das mit der Kirchengasse niveaugleiche, begehbare „Maindeck“ erhält in den kommenden Wochen seine aus Betonplatten zusammengesetzte Oberfläche. Ab September werden dann die Stufen der auf das „Upperdeck“ führenden Treppe montiert. Unter dem „Upperdeck“ liegen auf zwei Ebenen die künftigen Räumlichkeiten des AEC-Futurelab. Ihr Innenausbau ist weit fortgeschritten. Das derzeit im „Donautor“ untergebrachte erfolgreiche Softwareentwicklungsteam kann voraussichtlich ab Mitte Oktober übersiedeln und sukzessive das komplexe elektronische Innenleben des AEC installieren. Wegen der Übersiedlungsarbeiten sind ab 13. Oktober 2008 die Museumsräume am Graben geschlossen.
Im neuen Museum der Zukunft werden statt 2.500 Quadratmeter rund 6.500 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen. Zirka 30 Millionen Euro (exklusive Umsatzsteuer, Preisbasis: August 2005) fließen in das Projekt. Es wurde vom Wiener Büro Treusch architecture entworfen, das im März 2006 zum Sieger eines Architekturwettbewerbes mit 38 Einreichungen gekürt wurde. Die Projektleitung erfolgt durch das Gebäudemanagement der Stadt Linz.
Bei den Installationsarbeiten ist die Verlegung und Vernetzung von zirka 205 Kilometer Kabel eine besondere technische Herausforderung. Rund 150 Kilometer Stromkabel werden als „Arterien“ das AEC durchziehen. 55 Kilometer Glasfaserkabel sind die „Nervenstränge“ des Hauses. Besonders hoch ist die Kabeldichte unter dem Doppelboden der 890 Quadratmeter großen und fünf Meter hohen Ausstellungshalle. Sie befindet sich unter dem „Maindeck“. Der Doppelboden wird aus tausenden Platten zusammengesetzt, die auf 45 Zentimeter hohen Metallständern ruhen. Neben den Kabeltrassen sind auch verzweigte Lüftungskanäle im Doppelboden untergebracht.
Der neue Haupteingang wird sich nicht mehr an der Hauptstraße, sondern an der Südseite des Gebäudes befinden. Er führt in eine 22 Meter hohe Eingangshalle, die das architektonische Bindeglied zwischen dem adaptierten alten AEC-Gebäude und dem Neubau bildet. Die Halle ist an den Stirnseiten und im Dachbereich verglast und daher lichtdurchflutet. Beim Blick nach oben sticht eine frei schwebende stählerne Treppe ins Auge. Die vier Tonnen schwere Konstruktion verbindet den Restaurantbereich im dritten Obergeschoß mit der Dachterrasse des Lokals. Von der 120 Quadratmeter großen Terrasse für rund 50 Gäste bietet sich ein eindrucksvoller Ausblick auf die Donau. Von den sechs Liften des Gebäudes wird einer direkt zum Restaurantbereich führen, was eine von den Öffnungszeiten des AEC unabhängige Gestaltung der Lokalöffnungszeiten erleichtert.
Die 5.100 Quadratmeter große gläserne Hülle des Ars Electronica Centers erhält eine hochmoderne Fassadenbeleuchtung mit Leuchtdiodenscheiben. Die dem jüngsten Stand der Technik entsprechende Effektbeleuchtung wird wesentlich weniger Strom als die ursprünglich vorgesehene Hinterleuchtung der Glasfassade durch Leuchtstoffbalken verbrauchen und eine höhere Lebensdauer haben. Durch die niedrigeren Energiekosten und den geringeren Wartungsaufwand ist mit einer jährlichen Betriebskostenersparnis von rund 38.000 Euro (exklusive Umsatzsteuer) zu rechnen.
Die an jeweils einer Seite der 1.100 Fassadenglasscheiben eingebauten Leuchtdiodenbalken werden einzeln ansteuerbar sein und eine stufenlose Farb- und Helligkeitsveränderung ermöglichen. Dadurch eröffnen sich auch interessante Perspektiven für künstlerische Aktionen. Eine Besonderheit der in Linz eingesetzten Technik ist die Möglichkeit, ein reines Weiß darzustellen. Das AEC wird damit auf Knopfdruck zum „weißen Kristall“.
Für die Bewirtung der Museumsgäste werden die Gastronomen Johannes Roither, der Pächter des Gasthofs „Mitten in der Welt“ im Mühlviertler Ort Neußerling, und sein Geschäftspartner Martin Pühringer sorgen. Pühringer absolvierte bei Roither eine Kochlehre und war in den vergangenen beiden Jahren im Lokal „Skygarden“ im Passage City Center tätig.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Hochbaureferent Stadtrat Johann Mayr über den Baufortschritt bei der Erweiterung des Ars Electronica Centers)
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Christian Freimüller Tel.: +43 732 7070 1362
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Das erweiterte Ars Electronica Center wird am 2. Jänner 2009 eröffnet. (Foto: Stadtplanung/Pertlwieser) |
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Die vollendung der 5.100 Quadratmeter großen Glasfassade zählt zu den herausragenden aktuellen Bauaktivitäten. |
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Eine vier Tonnen schwere, frei schwebende Stahltreppe wird den Restaurantbereich im 3. Obergeschoß mit der Dachterrasse verbinden. |
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Vom Restaurant im dritten Obergeschoß wird ein eindrucksvoller Ausblick auf das Linzer Donauufer möglich sein. |
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