147 Wohnungen in Bau oder in konkreter Planung
Seit dem Jahr 2000 werden in Linz betreubare Seniorenwohnungen angeboten. Organisiert von der Stadt und errichtet von verschiedenen Wohnbauträgern mit der Unterstützung der Wohnbauförderung des Landes, wird diese leistbare Form des betreubaren Wohnens mittlerweile stark nachgefragt.
Nach mehrmals revidierten Bedarfserhebungen des Landes Oberösterreich sollen in Linz bis zum Jahr 2015 insgesamt 615 betreubare Wohnungen zur Verfügung stehen. Der Linzer Gemeinderat hat 2007 ein Standort- und Realisierungskonzept beschlossen, das 300 mögliche Wohnungen in Linz vorsieht.
„Gemeinsam mit den bereits bestehenden bzw. in Bau befindlichen 386 Wohnungen können insgesamt knapp 700 Angebote für ältere Menschen entstehen. Damit könnte der Plan des Landes mehr als erfüllt werden. Nach den Berechnungen des Landes Oberösterreich vom November 2006 lägen wir sogar um rund 100 Wohneinheiten über dem vorgegebenen Sollwert, der erst Ende 2007 123 Wohneinheiten nach oben korrigiert werden musste. Gerade die sich auf Grund der demographischen Berechnungen des Landes Oberösterreich ständig verschiebenden Werte stellen die Stadtentwicklung vor eine nicht unbeträchtliche Herausforderung“, informiert Stadtrat Klaus Luger.
Bisher wurden bereits 239 betreubare Wohnungen in Linz fertig gestellt. Weitere 130 Wohnungen sind derzeit in Bau. 17 weitere betreubare Wohnungen befinden sich im Stadium der konkreten Planung. „Nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2010 könnten voraussichtlich 386 betreubare Wohnungen in Linz zur Verfügung stehen“, ist Stadtrat Luger überzeugt.
Für das Jahr 2015 sieht der derzeitige Bedarfserhebungsplan des Landes Oberösterreichs insgesamt 615 betreubare Wohnungen für Linz vor. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde von der Stadt ein Standort- und Realisierungskonzept für den weiteren Ausbau erarbeitet. Dabei konnten sieben Areale gefunden werden, die für künftige betreubare Wohnanlagen geeignet erscheinen. Der Linzer Gemeinderat hat dieses Standort- und Realisierungskonzept am 15. März 2007 beschlossen.
Rund 300 betreubare Wohnungen könnten so aus Sicht der Stadt auf folgenden Standorten verwirklicht werden:
| Projekte | Einheiten | Lage |
|---|---|---|
| Umbau Seniorenwohnheim Muldenstraße |
50 |
Spallerhof |
| Grillparzerstraße |
30 |
Wiener Straße |
| Preining Grundstück |
20 |
Dornach-Auhof |
| Frachtenbahnhof |
50 |
Zentrum |
| Straßlandweg |
30 |
Kleinmünchen |
| Liebigstraße |
50 |
Franckviertel |
| Ellbognerstraße |
40 |
Neue Heimat |
| Semmelweisstraße |
30 |
Krankenhausviertel |
| Gesamt |
300 |
Nach Realisierung aller Projekte würden inklusive der bereits bestehenden Einheiten insgesamt 686 betreubare Wohnungen in Linz zur Verfügung stehen, sodass der aktuelle Bedarfsentwicklungsplan des Landes um 71 Wohneinheiten übertroffen werden könnte.
Bisher wurden bereits 239 betreubare Wohnungen in Linz fertig gestellt. Zusätzliche 130 Einheiten befinden sich derzeit im Bau. Weitere 17 betreubare Wohnungen sind in konkreter Planung und mit der Wohnbauförderung grundsätzlich akkordiert. Nach Abschluss aller derzeitig geplanten Bautätigkeiten im Jahr 2010 werden insgesamt 386 betreubare Wohneinheiten in Linz zur Verfügung stehen.
| Projekte | Einheiten | Lage | Bauträger |
|---|---|---|---|
| Abgeschlossene Projekte: 239 Einheiten | |||
| Bethlehemstraße | 32 | Zentrum | GWG |
| Sennweg | 18 | Ebelsberg | WAG |
| Flötzerweg | 18 | Neue Heimat | Stadt Linz |
| Haselgrabenweg | 15 | Urfahr | Baureform |
| Lenaupark | 15 | Bulgariplatz | Baureform |
| Ferihumerstraße | 32 | Urfahr | ASB |
| Rudolfstraße I | 44 | Urfahr | GWG |
| Rudolfstraße II | 28 | Urfahr | GWG |
| Lebensoase Kaplitzstraße | 37 | Oed-Bergern | WAG |
| In Bau befindliche Projekte: 130 Einheiten | |||
| Borromäus | 15 | Zentrum | Caritas |
| Hochwangerstraße | 32 | Kleinmünchen | GWG |
| Dürerstraße | 25 | Kleinmünchen | GWG |
| Karl-Steiger-Straße | 33 | Kleinmünchen | VLW |
| Seniorenzentrum Pichling | 25 | Pichling | GWG |
| In konkreter Planung befindliche Projekte (Fertigstellung voraussichtlich 2010): 17 Einheiten | |||
| Pfarre Guter Hirte | 12 | Neue Heimat | Diakonie |
| Seniorenzentrum Körnerstraße | 5 | Kaplanhof | Diakonie |
| Gesamte Einheiten | 386 | ||
Die 32 Wohnungen werden von der GWG bis Anfang November 2008 in der Hochwangerstraße gebaut. Hier wird nach Plänen von Architekt DI Heinz Klinglmüller eine Baulücke mit fünf Geschoßen und ausgebautem Dachgeschoß geschlossen. Die Tiefgarage ist mit 55 Parkplätzen als BewohnerInnen-Tiefgarage ausgelegt. Die veranschlagten Kosten liegen bei 2,735.000 Euro.
An der Dürerstraße entsteht ein GWG-Projekt mit 25 betreubaren Wohnungen nach den Plänen von Architektin DI Helga Lassy um 2,205.000 Euro. Zusätzlich werden im Gebäude an der Zeppelinstraße auch 14 Mietwohnungen gebaut.
Beide Gebäude erhalten eine gemeinsame Tiefgarage mit 40 Parkplätzen, die auch als BewohnerInnen-Tiefgarage genützt und bei Bedarf auf 75 Parkplätze ausgebaut werden kann. Die Fertigstellung wird Ende Oktober 2008 erfolgen.
Auf den ehemaligen Reisetbauer-Gründen in Kleinmünchen nahe dem Einkaufszentrum wird die VLW nach den Plänen des Architekturbüros Team M eine Wohnanlage mit 102 Wohnungen in drei Etappen errichten.
Seit dem Frühjahr 2007 entstehen im ersten Abschnitt 33 betreubare Wohnungen mit einer Größe von jeweils rund 50 Quadratmetern. Die Baukosten belaufen sich auf 2,672.000 Euro. Mit der Fertigstellung ist Mitte 2009 zu rechnen.
Ab 2009 werden in einer zweiten Etappe 71 Mietwohnungen gebaut.
Mit dem Bau des neuen Seniorenzentrums Karl Borromäus an der Elisabeth-/Harrachstraße durch die Caritas wurde im Frühjahr 2007 begonnen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2008/Jänner 2009 nach den Plänen des Büros Liebl geplant. Die Gesamtkosten der 15 betreubaren Wohnungen liegen bei einer Million Euro.
Die GWG wird im Auftrag der Stadt Linz in Pichling auf einem 8.000 Quadratmeter großen Grundstück am Falterweg ein Seniorenzentrum für 64 BewohnerInnen und ein eigenes Gebäude für 25 betreubare Wohnungen mit je 50 Quadratmetern Wohnfläche errichten.
Den EU-weiten Architekturwettbewerb haben die Architekten DI Christoph Karl und Mag. Andreas Bremhorst aus Wien Ende 2006 gewonnen. Für die betreubaren Wohnungen wurden Kosten von 1,8 Millionen Euro veranschlagt.
In der Pfarre Guter Hirte werden von der Wohnungsgesellschaft Neue Heimat im Auftrag der Caritas leer stehende Kindergartenräume voraussichtlich ab dem Frühjahr 2009 in drei betreubare Wohnungen umgebaut. Außerdem soll ein Zubau mit neun jeweils 51 Quadratmeter großen betreubaren Wohnungen nach den Plänen der Architekten Dürrhammer/Heckmann aus Traun geschaffen werden. Die Kosten betragen 800.000 Euro.
Die neuen BewohnerInnen werden nach dem Konzept des intergenerativen Betreubaren Wohnens regelmäßig von den Kindern des Pfarrkindergartens besucht.
Nach den Plänen des Architekturbüros Ertl sollen neben dem Seniorenzentrum auch vier betreubare Wohnungen mit Kosten von etwa 300.000 Euro an der Körnerstraße im Kaplanhofviertel entstehen. Bauherr ist die Diakonie. Nach den Abbrucharbeiten des Schwesterntraktes werden die Bauarbeiten bis zur Jahresmitte 2009 starten.
(Informationsunterlage für die Pressekonferenz von Planungsreferent Stadtrat Klaus Luger zum Thema „690 Betreubare Wohnungen in Linz bis 2015“)
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