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Gebäude-Modell
STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 06.08.2008

Grundstücks- und Gebäudekäufe sichern Gestaltungsspielraum

Grundstücks- und Gebäudekäufe mit einem Gesamtvolumen von 1,84 Millionen Euro und einer Fläche von 4647 Quadratmetern hat die Stadt Linz bzw. die städtische Immobiliengesellschaft seit 2006 getätigt. Damit wird ein städtebaulicher Gestaltungsspielraum an der Humboldtstraße sowie in der Neuen Welt (im speziellen an der Wiener- und Salzburger Straße) ermöglicht.

„Das Eigentum von Grundstücken und Gebäuden ist Voraussetzung für städtebauliche Neugestaltungen“, so Hochbaureferent Stadtrat Johann Mayr.

Grunderwerbungen Humboldtstraße, Wiener Straße, Salzburger Straße
 Nummer Adresse   Fläche in m2  Kaufpreis Jahr 
1 Humboldtstraße 3a

588

430.000

2007

2 Humboldtstraße 5

721

290.000

2007

3 Wiener Straße - Neue Welt

613

147.120

2007

4 Wiener Straße 178

463

205.000

2007

5 Wiener Straße 188

475

310.000

2008

6 Salzburger Straße 8, 10

1.386

260.000

2006

7 Salzburger Straße 4

401

200.000

2007

Summe  

4.647

1.842.120

 

8 *) Salzburger Straße 6

603

(161.080)

2007

*) kein Kauf, sondern Bestandrecht mit Kaufoption

Zusätzlich ist die Stadt Linz schon länger im Besitz von vier weiteren Grundstücken (auf der Planbeilage mit schraffierten Kreisen gekennzeichnet): Spaunstraße 1 und das angrenzende Grundstück an der Kremplstraße, das Grundstück hinter dem Zgonc-Fachmarket mit einem Kinderspielplatz und ein Grundstück an der Wiener Straße gegenüber dem Grundstück Salzburger Straße 4.

Auf den nahe dem Hessenplatz gelegenen Liegenschaften Humboldtstraße 3a, 5 und 10 sollen 35 Wohnungen, eine Krabbelstube, Geschäftslokale und ein Tiefgarage entstehen. Derzeit läuft für dieses Bauvorhaben ein geladener Architekturwettbewerb der GWG, der Anfang Oktober juriert wird.

Für den Bereich „Neue Welt Insel“ (Salzburger Straße, Wiener Straße) haben junge Architektinnen und Architekten im Rahmen des größten europäischen Wohn- und Städtebauwettbewerbs „Europan“ Gestaltungsvorschläge erarbeitet. Drei davon wählte eine internationale Jury im März 2008 als Leitlinie für detaillierte Planungen aus. Sie sollen unter Einbindung des städtischen Planungsausschusses mittelfristig umgesetzt werden.

Aufwertung des Neustadtviertels durch Neubauten an der Humboldtstraße

An der Humboldtstraße hat die Stadt Linz 2007 die beiden Grundstücke Humboldtstraße 3a und 5 zum Preis von insgesamt 720.000 Euro angekauft. 920 Quadratmeter der Baulücke an der Humboldtstraße 10 befinden sich bereits im Eigentum der GWG. Das Restgrundstück mit 730 Quadratmetern besitzt derzeit noch die Stadt Linz. Es wird in der Folge an die GWG verkauft.

Auf den Gründstücken Humboldtstraße 3a und 5 sollen auf 1.400 Quadratmetern ein Wohnhaus mit fünf Geschoßen und ausgebautem Dachgeschoß mit 19 Wohnungen und einer Krabbelstube entstehen.  Die Krabbelstube mit drei Gruppen für rund 30 Kinder wird im Erdgeschoß Platz finden. Für die hofseitige Grünanlage stehen rund 900 Quadratmeter zur Verfügung.

Das gegenüberliegende Grundstück Humboldtstraße 10 mit 1.650 Quadratmetern ist als Standort eines Wohngebäudes mit 16 Wohnungen auf sechs Ebenen vorgesehen.
Um eine optimale Wohnverbauung möglich zu machen soll die derzeit dort befindliche Trafostation entfernt werden.

Möglichst viele Wohnungen sollen in den Innenhof orientiert werden. Die Wohnungsgrößen werden jeweils etwa 70 Quadratmeter betragen. Ebenso ist die Etablierung von Geschäften in diesem Objekt möglich. Ein gemeinsame Tiefgarage für die Neubauten wird 40 Parkplätze bieten.

Wegen der starken Verkehrsbelastung (rund 21.000 Fahrten pro Tag) ist die Planung der Bauten eine besondere Herausforderung. Sie werden das Neustadtviertel architektonisch wesentlich aufwerten. An dem seit März 2008 laufenden Architekturwettbewerb nehmen sieben Büros von jungen Architektinnen und Architekten teil. Die WettbewerbsgewinnerInnen stehen am 2. Oktober 2008 fest.

Chancen in der Neuen Welt

Der Beginn der Salzburger Straße im Nahbereich der Kreuzung mit der Wiener Straße und die Richtung Innenstadt anschließende Westseite der Wiener Straße präsentiert sich derzeit als eine städtebaulich wenig attraktive Vorstadtsituation mit Häusern in teilweise schlechtem Bauzustand. Um Gestaltungsspielraum für eine Neuverbauung  zu schaffen, erwirbt die Stadt Linz in diesem Bereich sukzessive Häuser und Grundstücke (auf der Planbeilage mit Kreuzen gekennzeichnet). Derzeit umfasst das städtische Grundstückseigentum und die gepachtete Fläche knapp 4000 Quadratmeter.

006 wurden die Liegenschaften Salzburger Straße 8 und 10 mit einer Fläche von 1.386 Quadratmetern um 260.000 Euro gekauft. Das Haus Salzburger Straße 8 wurde abgebrochen und das Areal begrünt. 2007 erwarb die Stadt das mittlerweile ebenfalls abgetragene Haus Salzburger Straße 4 mit einem 401 Quadratmeter großen Grundstück um 200.000 Euro. Für das angrenzende Grundstück Salzburger Straße 6 mit 603 Quadratmeter wurde 2007 ein Pachtvertrag mit Kaufoption abgeschlossen.
An der Wiener Straße kaufte die Stadt Linz 2007 um 205.000 Euro ein 463 Quadratmeter großes Grundstück mit dem abbruchreifen Haus Nummer 178 und ein weiteres Grundstück mit 613 Quadratmetern. 2008 folgte das Haus Wiener Straße 188 mit einem 475 Quadratmeter großen Areal.

Ausgezeichnete Europan-Projekte

Beim Europan Wettbewerb 2008 wurden für das Planungsgebiet „Neue Welt Insel“ die Projekte „Urban Switch“, „Pit Stop Connected“ und „Drive-In-City“ prämiiert. Sie zeigen szenarienhaft, wie derart schwierig zu entwickelnde Gebiete aufgewertet werden können. Für die konkrete Weiterentwicklung des Projektes hat die Jury empfohlen, ein Projekt für die Weiterentwicklung auszuwählen.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Hochbaureferent Stadtrat Johann Mayr über den Ankauf von Grundstücken und Gebäuden für städtebaulichen Gestaltungsspielraum)

Für Medienanfragen:
Christian Freimüller  Tel.: +43 732 7070 1362

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