Die städtische Pilzberatung begutachtet Schwammerlfunde kostenlos
Frisch schmeckt die Ausbeute am besten. Die ExpertInnen warnen jedoch vor einem voreiligen Verzehr, da die Gefahr einer Verwechslung von essbaren mit giftigen Pilzen besteht. So gibt es den Karbolegerling, der eine verblüffende Ähnlichkeit zu Wiesen- oder Anischampignons hat und den giftigen Satanspilz, der ebenso wie der ungenießbare Gallenröhrling ein Doppelgänger vom beliebten Steinpilz ist.
“Viele SammlerInnen gehen in den Wald und nehmen auf gut Glück alle Schwammerl mit, die sie finden können”, erzählt Harald Riegler von der Pilzberatung. In den vergangenen Jahren mussten immer wieder lebensbedrohlich giftige Knollenblätterpilze, Pantherpilze, Kartoffelboviste, Karbolegerlinge, Kahle Kremplinge und andere aus den Schätzen der FinderInnen aussortiert werden. Ein Verzehr dieser Pilze wäre fatal gewesen, da sie Magenkrämpfe, Übelkeit und Verdauungsstörungen bewirken, oder – wie im Fall des Knollenblätterpilzes – tödlich sind.
Pilzexperte Harald Riegler rät daher SchwammerlsucherInnen nur die Pilze aus dem Wald mitzunehmen, die sie sicher kennen. “Ein Pilzbestimmungsbuch kann gute Dienste leisten. Oft sehen jedoch die Pilze in den Büchern etwas anders aus, als in freier Natur. Sicherheitshalber sollte man die Ausbeute daher immer zur Begutachtung vorlegen.“
Zusätzlich verrät er noch Tipps zur Aufbewahrung und kulinarischen Zubereitung von Schwammerln. “Pilze sollten immer in atmungsaktiven Papiersäcken oder Körben und niemals in Nylonsackerl transportiert und gelagert werden”, betont Riegler und verrät auch sein Pilz-Lieblingsrezept: „Parasol gemehlt und in Butter angebraten, nur gesalzen und gepfeffert ohne weitere Finessen, so kommt der Geschmack des Pilzes am Besten heraus.”
Die Servicestelle im Neuen Rathaus, 1. Stock, Zimmer 1043, ist Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 9.00 Uhr geöffnet. Idealerweise sollten die Pilze möglichst komplett mit Hut und Stiel mitgebracht werden. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, die Beratung der LebensmittelexpertInnen des Gesundheitsamts erfolgt grundsätzlich kostenlos.
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