Aktuelle Projekte rund um das Stadtgebiet der Garnisonstraße
Neben dem Bahnhofsviertel hat sich der Stadtteil rund um die Garnisonstraße in den letzten Jahren wohl am stärksten verändert. Zahlreiche Spitals-Neubauten, das Therapiezentrum der OÖGKK, die Fachhochschule und Wohnbauprojekte zeichnen dafür verantwortlich. “In die Infrastruktur des Gesundheitswesens wurden in den letzten sechs Jahren im Krankenhausviertel rund 460 Millionen Euro investiert“, zieht der Linzer Planungsstadtrat Klaus Luger Bilanz.
So konnte im Juli 2005 das neue Unfallkrankenhaus fertig gestellt werden. 2006 folgte die Übersiedlung der Frauenklinik zur Kinderklinik, im selben Jahr wurde die neue Blutbank eröffnet. Mit dem neuen Bau D, dem Ausbildungszentrum und der neuen Unfallambulanz rundete das städtische AKh seine Neubautätigkeit vorerst ab. Das Therapiezentrum der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse ging im September 2007 in Betrieb. Im Wintersemester 2005 / 2006 ist die Fachhochschule eröffnet worden. Durch diese Baumaßnahmen entstanden zudem knapp 1.700 neue Tiefgaragenplätze.
Das Krankenhausviertel entwickelt sich zudem immer mehr zum Wohnviertel. Zahlreiche Wohnprojekte wie auf dem Spatenbrotwerksareal oder auf dem ehemaligen Milchhofareal sind weit fortgeschritten. Insgesamt entstehen ca. 400 Wohnungen im Einzugsbereich der Garnisonstraße. Der Studentenheim-Verein Wist errichtet ein Haus für 135 Studierende, das Mitte 2009 übergeben werden wird.
Auch in Zukunft stehen weitere Baumaßnahmen bevor. So bedarf es einer zusätzlichen Tiefgarage für Krankenhaus-MitarbeiterInnen und AnrainerInnen. Zudem benötigt das städtische Allgemeine Krankenhaus eine Sanierung der ehemaligen Blutzentrale und den Neubau der Apotheke über dem bestehenden Labor. Der Linzer Planungsstadtrat Klaus Luger bestätigt in diesem Zusammenhang, die benötigte Änderung des Bebauungsplans bereits in Auftrag gegeben zu haben.
| Projekte | Kosten (Mio. Euro) |
|---|---|
| Akh | 126,1 |
| UKH | 175,0 |
| LFKK | 115,0 |
| Blutzentrale | 23,4 |
| Therapiezentrum GKK | 24,5 |
| Gesamt | 464,0 |
2000 / 2002: AKh mit Bau D und MED-Ausbildungszentrum
Mit Kosten von 7 Millionen Euro entstand das MED-Ausbildungszentrum, das im Jahr 2000 eröffnet werden konnte. Etwa 800 Personen können sich jedes Jahr am Gesundheitssektor beruflich qualifizieren.
Im Jahr 2002 wurde die vierte große Neubauetappe, der Bau D mit dem Hubschrauberlandeplatz, vollendet.
Krankenhausviertel 1988
2005: Fertigstellung des Unfallkrankenhauses (UKh)
Das neue Unfallkrankenhaus der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) konnte im Juli 2005 mit Kosten von 175 Millionen Euro eröffnet werden. 138 der 155 Betten befinden sich in den Bettenstationen. Elf Betten werden für die Intensivpflege und sechs für die Überleitungspflege zwischen Intensivpflege und der Behandlung auf den Bettenstationen genutzt. Die Tiefgarage des UKH bietet 500 Parkplätze.
2006: Landes- Frauen- und Kinderklinik mit 268 Betten
Die bestehende Landes-Kinderklinik wurde für rund 115 Millionen Euro zur Landes-Frauen- und Kinderklinik ausgebaut und ersetzt seit Mitte 2006 die alte Frauenklinik an der Lederergasse.
2006: Neue Blutzentrale des Roten Kreuzes
Die neue Blutzentrale wurde Mitte 2006 in Betrieb genommen und zählt zu den modernsten Einrichtungen in Europa. Das viergeschoßige Gebäude ist nach Plänen des Wiener Büros „Atelier in der Schönbrunnerstraße“ entstanden. Jährlich werden rund 73.000 Blutspenden an oberösterreichische Spitäler geliefert.
2006 / 2007: Neue AKh-Unfallambulanz und Brustkompetenzzentrum
Seit 2006 ist die modernste Unfallambulanz Österreichs im Gebäude der Landes-Frauen- und Kinderklinik in Betrieb. Die Errichtung der AKh-Unfallambulanz kostete 9,2 Millionen Euro.
Die jüngste Einrichtung ist das 2007 eröffnete Brustkompetenzzentrum, das 825 Quadratmeter Nutzfläche umfasst und 3,2 Millionen Euro Investitionskosten erforderte.
2007: Fertigstellung des Therapiezentrums der Gebietskrankenkasse
In dem nördlich des Unfallkrankenhauses gelegenen Therapiezentrum sind seit September 2007 alle medizinischen Leistungen verfügbar, die vorher in der Zentrale an der Gruberstraße erbracht wurden. Das viergeschoßige neue Fachambulatorium der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse wurde mit Kosten von 24,5 Millionen Euro errichtet und vom Wiener Architekten DI Christian Lintl geplant.
2005: Fachhochschule und 28 Wohnungen (Bauteil A)
Mit einer Nutzfläche von rund 5.200 Quadratmetern ist die neue Fachhochschule an der Garnisonstraße entstanden und im Wintersemester 2005 / 2006 in Betrieb genommen worden. Zudem stehen 28 Wohnungen zur Verfügung.
Für die Studiengänge Medizintechnik, Sozialarbeit, Sozialmanagement, Soziale Dienstleistungen und Verwaltungsmanagement stehen klimatisierte Hörsäle, moderne Labor- und Seminarräume, eine große Bibliothek und Büros zur Verfügung.

Krankenhausviertel 2008
2007: Fertigstellung des Zentrums Prinz Eugen, Bauteil B und C
Die zweite Bauetappe des Zentrums Prinz Eugen konnte im Herbst 2007 abgeschlossen werden. Auf einer Nutzfläche von rund 4.500 Quadratmetern sind Büros, Geschäfte und ein Restaurant situiert.
2007: Fertigstellung der erweiterten Tiefgarage Zentrum Prinz Eugen
Während der zweiten Bauetappe des Zentrums Prinz Eugen wurde auch die Tiefgarage von 145 auf 365 Parkplätze erweitert. Die Abstellplätze stehen MieterInnen, BesucherInnen, StudentInnen und KurzparkerInnen der Umge-bung zur Verfügung.
2007: Sanierung Garnisonstraße
Um das Unfallkrankenhaus an das Straßennetz anzubinden, wurde die Garnisonstraße in mehreren Etappen bis Ende 2007 saniert. Entlang des UKh wurde der westseitige Gehsteig auf eine Breite von 2,5 Metern reduziert.
Die bestehenden westseitigen Schrägparkplätze zwischen Semmelweis- und Prinz-Eugen-Straße wurden in einen zwei Meter breiten Längsparkstreifen umgewandelt. Der anschließende Gehsteig wurde generalsaniert. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde der Gehsteig auf 2,5 Meter Breite ausgebaut. Es entstand auch eine drei Meter breite Rechtsabbiegespur. Der restliche Teil der Garnisonstraße wurde generalsaniert und auf eine Breite von 15 Metern erweitert.
2007: Kreuzung Semmelweisstraße / Prinz-Eugen-Straße
Eine neue Ampel wurde an der Kreuzung Semmelweisstraße / Prinz-Eugen-Straße installiert. Gleichzeitig wurden die Fahrbahnränder adaptiert und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Beginnend bei der Kreuzung wurde eine 110 Meter lange und 2,5 Meter breite Fahrspur der Semmelweisstraße neu gebaut. Bei der Kreuzung der Garnisonstraße mit der Prinz-Eugen-Straße ist eine zusätzliche Abbiegespur entstanden. Die Bauarbeiten konnten Ende September 2007 abgeschlossen werden.
2007: Kreuzung Garnisonstraße / Weißenwolffstraße umgerüstet
Im Zuge des Umbaus der Garnisonstraße wurde auch die Kreuzung mit der Weißenwolffstraße neu gestaltet. Die Lichtsignalanlage wurde neu adjustiert und mit Akustiksignalen für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestattet. Ergänzend sind noch auf allen vier Seiten der Kreuzung vibrierende Zusatzpfeile installiert worden.
AKh: Bebauungsplanänderung für weitere Baumaßnahmen - Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro
Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Linz plant die Sanierung der alten Blutzentrale und den Neubau der Apotheke über dem bestehenden Labor. Das alte Apothekengebäude soll abgebrochen werden, wofür bereits eine Zustimmung des Bundesdenkmalamtes vorliegt. Die AKh-Administration und der Betriebsrat soll in die alte Blutzentrale übersiedeln. Das bestehende Zentrallabor soll aufgestockt werden und die Apotheke aufnehmen. Der bestehende Bau E soll abschnittweise saniert werden, um Flächen für Palliativmedizin und die Remobilisierung bzw. Nachsorgebetreuung zur Verfügung stellen zu können. Die nach dem Abbruch des alten Apothekengebäudes freiwerdenden Flächen stehen dann für die mittelfristige Planung und Entwicklung zur Verfügung. Für diese Baumaßnahmen, die 2010 / 2011 starten sollen, ist im Vorfeld noch die Zustimmung des Landessanitätsrates einzuholen.
Um für diese Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen nicht durch Baufluchtlinien und eine geringe Geschoßanzahl eingeschränkt zu werden, soll der Bebauungsplan geändert werden.
Der westliche Teil des Planungsgebietes soll auf maximal sechs Geschoße, der mittlere Teil auf maximal acht Geschoße und der östliche Teil auf maximal 12 Geschoße verändert werden.
Aus städtebaulicher Sicht sind diese Gebäudehöhen vertretbar, da die nächstgelegene Wohnanlage nördlich der Weißenwolffstraße erst in einem Abstand von 37 Metern beginnt.
240 Wohnungen am ehemaligen Areal der Spatenbrotwerke
Auf dem ehemaligen Areal der Spatenbrotwerke zwischen der Fachhochschule und der A7 werden insgesamt 240 Wohnungen der Baureform und der VLW nach den Plänen des Büros Kneidinger errichtet.
Die ersten 55 Wohnungen der Baureform werden Ende des Jahres im Rohbau fertig. Im Herbst 2009 können die Wohnungen übergeben werden. Die zweite Bauetappe mit 17 Wohnungen startet 2009.
Die VLW hat im heurigen Frühjahr mit dem Bau von 44 Wohnungen begonnen, die ebenfalls im Herbst 2009 fertig werden. Die zweite Etappe mit 34 Mietwohnungen beginnt im Herbst 2008, die dritte Bauphase mit 47 Mietwohnungen wird Mitte 2009 angefangen.
130 Wohnungen am ehemaligen Milchhofareal
An der Ecke Semmelweisstraße / Garnisonstraße werden insgesamt 127 Mietwohnungen, zwei Büros und vier Geschäfte der Wohnungsgesellschaft Familie errichtet. 72 Wohnungen sind bereits seit Jänner 2007 in Bau. 40 Wohnungen dieser ersten Bauetappe werden bis November 2008 fertig. Die restlichen 32 Wohnungen können im Jänner 2009 übergeben werden. Die zweite Bauetappe mit 55 Wohnungen beginnt im Frühjahr 2009 und soll Ende 2010 abgeschlossen werden.
Im Erdgeschoß der vier- bis sechsgeschoßigen Wohnanlage entstehen vier Geschäfte mit je 160 Quadratmetern und zwei Büros mit je 150 Quadratmetern. Die Wohnungsgrößen bewegen sich zwischen 60 und 100 Quadratmetern.
Studentenheim der Wist für 135 Studierende
Im Südosten des Baugeländes an der Semmelweisstraße wird seit 2007 ein Studentenheim der Wist mit 135 Heimplätzen für FachhochschülerInnen errichtet. Die Fertigstellung soll bis Mitte 2009 erfolgen. Die Pläne für das Gesamtprojekt mit Wohnanlage und Studentenheim stammen von Architekt Mag. Bernhard Rosensteiner.
Bau des letzten Bauabschnittes des Zentrums Prinz Eugen
Im heurigen Juni war der Baubeginn für den Bauteil D des Zentrums Prinz Eugen an der Semmelweisstraße 34 bis 36. Die Fertigstellung ist im Sommer 2009 geplant.
Insgesamt werden rund 6.000 Quadratmeter Büroflächen auf vier Geschoßen errichtet. Die Bürogrößen bewegen sich je nach Anforderung zwischen 120 und 1.850 Quadratmetern auf einer Ebene.
Unterirdisch ist der Bauteil D durch die Tiefgarage mit den anderen Gebäuden des Zentrums Prinz Eugen verbunden. Neben den bereits vorhandenen 365 Tiefgaragenplätzen werden zusätzlich gedeckte Parkplätze im Erdgeschoß gebaut.
Chance: Erweiterte Tiefgarage der OÖGKK als Übergangslösung
Das neue Therapiezentrum an der Garnisonstraße bietet in der Tiefgarage 60 Parkplätze für PatientInnen. Der restliche Teil musste baulich für die geplante Haltestelle der City-S-Bahn reserviert werden.
Planungsreferent Stadtrat Luger vertritt die Ansicht, dass diese brachliegende Tiefgarage durch geringfügige Umbauten als Übergangslösung für 60 weitere Parkplätze genutzt werden könnte.
Offener Punkt: Tiefgarage für Krankenhaus-MitarbeiterInnen
Die AKh-Tiefgarage an der Krankenhausstraße mit 814 Parkplätzen wurde 2004 eröffnet. Sie steht auch für die Blutzentrale des Roten Kreuzes, die Landes-Frauen- und Kinderklinik und für BesucherInnen zur Verfügung.
Da derzeit mehr als 500 MitarbeiterInnen des AKh auf eine Parkberechtigung warten, gibt es Überlegungen, eine Tiefgarage für AKh-MitarbeiterInnen mit einer BewohnerInnen-Tiefgarage zu kombinieren. Auch in benachbarten Spitälern und medizinischen Einrichtungen ist zusätzlicher Bedarf für Parkplätze gegeben. Derzeit werden laut Planungsreferent Klaus Luger mehrere Optionen im Umfeld des Allgemeinen Krankenhauses geprüft.
Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Stadtrat Klaus Luger über das Krankenhausviertel und die umgebenden Straßenzüge.
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