Auf die Suche nach der männlichen Identität machen sich die Volkshochschule Linz und die Katholische Männerbewegung in der elften Männervortragsreihe 2005. Diese analysiert das Thema „Mann-sein“ mit vier hochkarätigen ReferentInnen. Zum ersten Mal finden die Vorträge im Ursulinenhof statt.
Wie können Mann und Frau gleichberechtigt miteinander leben, ohne einander zu bekämpfen und sich auf ein Extrem im Rollenspiel festlegen zu müssen? Die „männliche Identität“ ist das Thema des ersten Vortrages vom Schweizer Psychotherapeuten Dr. Peter Schellenbaum am 24. Oktober. Der Bestsellerautor ist Lehranalytiker, Dozent in Zürich und Mailand sowie Leiter des von ihm gegründeten Instituts für Psychoenergetik im Tessin.
Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner von der Innsbrucker Universität nimmt die Männersexualität unter die Lupe. „Männersexualität zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ ist der Schwerpunkt seines Vortrages am 7. November. Aigner ist klinischer Psychologe, Psychoanalytiker und Mitbegründer der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung.
Eine Woche später am 14. November erzählt Dr.in Barbara Schweder, wie sie herausgefunden hat, dass Männer „Mimosen in Hosen“ sind. In ihrem Vortrag vertritt sie eine provokante Theorie: der Mann ist eine Konstruktion im Dienste der Frau - eine, die zu gefährlichen Irrfahrten neigt, je mehr sie sich von ihrem eigentlichen Zweck entfremdet.
Die Autorin hat Zoologie und Humanbiologie studiert und ist Vertragsassistentin am Institut für Humanbiologie an der Universität Wien.
Das aktuelle und spannende Thema „Gewalt und Computerspiele“ schließt die Vortragsreihe am 21. November. „Buben zwischen Macht und Ohnmacht – die Faszination der Gewalt in den Computerspielen“ wird von Dipl.-Päd. Olaf Jantz präsentiert. Der Dozent und wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Hannover im Institut für Erwachsenenbildung ist Psychotherapeut und Geschäftsführer des Vereins „mannigfaltig“ (Institut für Jungen- und Männerarbeit). Bei seinem Referat wird er Impulse zum immer wieder heiß diskutierten Thema der „gefährlichen“ Computerspiele liefern und die Spiele von ihrer negativen aber auch von ihrer positiven Seite analysieren.
Die Vortragsreihe rund um das „Mann-sein“ wird mit Unterstützung der Informationsstelle für Männer des Landes Oberösterreich präsentiert. Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr. Einzelkarten sind zum Preis von sieben Euro, ermäßigt 3,50 Euro erhältlich. Das Abo kostet 20 Euro.
Mag. Josef Lugmayr
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