Am Anfang stand ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss: 1986 hat sich die oberösterreichische Landeshauptstadt zur „Friedensstadt Linz“ deklariert. Das Ziel: kommunale Verantwortung für friedensfördernde Maßnahmen festzuschreiben beziehungsweise zu unterstützen.
Mit der Erklärung zur „Friedensstadt“ im Oktober 1986 hat die Stadt Linz die Verpflichtung übernommen, die „Friedenssehnsucht und das Friedensengagement der Menschen in der Stadt aufzugreifen und zu einem Grundprinzip künftigen kommunalpolitischen Handelns zu machen“. 25 Jahre danach hat sich nicht nur die weltpolitische Lage geändert, sondern auch die gesellschaftlichen, sozioökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen. Die Herausforderungen der Globalisierung - etwa die Wirtschaftskrise, Migration, Armut und Wohlstandsgefälle, Terrorismus, Klimawandel und Naturkatastrophen, soziale Ausgrenzung - rücken neue Aspekte in der Auseinandersetzung mit dem Thema Frieden in den Mittelpunkt.
Neben Frieden, als Abwesenheit von Krieg, sind Soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Sicherheit, ökologische Nachhaltigkeit, Integration und Multikulturalität nur einige Stichworte, die uns Linzerinnen und Linzer gegenwärtig im lokalen und globalen Kontext beschäftigen.
Das 25jährige Bestehen der Friedensstadt Linz war Anlass, die Bedeutung von Frieden in einer zeitgemäßen Form und breiten Öffentlichkeit in Linz zu thematisieren. Mit einem umfassenden Jahresprogramm widmete sich Linz 2011 dem gesellschaftspolitischen Jahresthema Frieden.
Informationen zur Friedensarbeit der Stadt Linz
Im Libanon gibt es 18 anerkannte Religionsgemeinschaften, darunter Schiiten, Christen, Sunniten und Drusen. Syrien, der Iran, Saudi-Arabien, die USA und einige andere Akteure nehmen seit Jahren Einfluss auf die Politik des Libanon, um ihre Interessen im Nahen und Mittleren Osten durchzusetzen. Für das kleine Land mit seinen gerade einmal 4 Millionen Einwohnern, darunter rund 400.000 palästinensische Flüchtlinge, stellen diese Einmischungen von außen eine große Herausforderung dar. Im Nachbarstaat Syrien eskaliert seit dem März 2011 die Gewalt. Kernpunkt des Konfliktes ist ein Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten. Dennoch ist die religiös-politische Krisenlage nicht nur auf die Region bezogen, sondern steht in einem größeren Zusammenhang.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Friedensstadt Linz, der Evangelischen Bildungswerkstatt und Pax Christi OÖ statt.
Der Gemeinderat der Stadt Linz hat am 15. September 2011 einstimmig die Friedenserklärung der Stadt Linz beschlossen.
Friedenserklärung der Stadt Linz 2011
Doppel-CD um € 12,00 erhältlich bei Pirngruber, Landstraße 34, 4020 Linz und beim Büro Linz Kultur, Pfarrgasse 7, 4041 Linz
Fachbibliothek zu unterschiedlichen Aspekten der Friedenserziehung, der Friedens- und Konfliktforschung und der Friedensbewegung.
Öffnungszeiten:
Mo./Di./Do./Fr. 10 – 18 Uhr
Mi. 14 – 18 Uhr
Sa. 10 – 15 Uhr
2006 konnte die Friedensinitiative Bürgermeister Dobusch dafür gewinnen, sich den „Mayors for Peace“ anzuschließen. Die weltweite Vereinigung setzt sich insbesondere für nukleare Abrüstung und gegen Atombombenversuche ein.
Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 1955
E-Mail: friedensstadt@linz.at
Web: http://www.linz.at/kultur/friedensstadtlinz.asp